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Kriminalfälle - Wenn Frauen töten Jeweils Samstags im 3Sat um 19.20 Uhr Siebenteilige Reihe Die weiteren Sendetermine sind: Samstags 06.09, 13.09, 20.09, 27.09 und 04.10 + 11.10.08 1. Sendung: Samstag, den 30.08.2008, 19:20 Uhr Kriminalfälle - Wenn Frauen
töten ---------------------------------------------------------------------
1. Österreichischer Männerbericht download
Mit dem 1. Österreichischen Männerbericht wird im Sinne des Gender Mainstreaming
1. Österreichischer Männergesundheitsbericht downloadKurzinfo zur StudieEntsprechend dem Umstand, dass Männer ihre gesundheitlichen Beschwerden zu negieren tendieren, wurden ihre speziellen Gesundheitsprobleme (höhere Suizidrate, höhere Rate an Herz- und Kreislauferkrankungen, kürzere Lebenserwartung uvam) lange Zeit – auch von der Fachöffentlichkeit – nicht gebührend beachtet. Nunmehr liegt erstmals eine das gesamte Bundesgebiet betreffende Studie vor, welche die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Gesundheitsbereich mit präzisen Daten belegt. Teilweise werden auch Erklärungen oder zumindest Erklärungsansätze geboten, um diesen Unterschied verständlich zu machen. Es werden Lebensstil, Arbeitsbedingungen, Belastungssituationen und epidemiologische Daten dargestellt und in Zusammenschau mit dem Gesundheitsverhalten und –handeln analysiert. Breiten Raum findet auch eine Erörterung von Maßnahmen und Institutionen, die der Gesundheitsprävention dienen. Die "Gender Medicine" erfasste bislang vornehmlich Themen der Frauengesundheit. Ergänzend dazu wurde mit dem 1. Österreichischen Männergesundheitsbericht ein Meilenstein im Bereich der Männergesundheit gesetzt. Publikationsbestellung
1. Europäische Väterkonferenz - Tagungsband download
Väter sind ein Thema der österreichischen Politik für Familien, und sie sind ein wichtiges Thema, weil sie vor allem auch die Kinder betreffen. Denn Kinder brauchen, und das ist ja nichts Neues, neben Müttern, neben Großeltern, neben Pädagoginnen und Pädagogen, im Kindergarten, im Schulbereich vor allem auch Väter. Und deshalb stellen wir ganz verstärkt die Männer in das Blickfeld, in den Blickpunkt der Geschlechter- und Generationenbeziehungen. Politik muss sich dieses Themas annehmen, aber wir müssen auch schauen, wo wir Partner dafür finden. Partner in der Wissenschaft, in der Öffentlichkeit, in der Wirtschaft, aber vor allem brauchen wir für diese Politik die Frauen als Partnerinnen. Denn die Vereinbarkeit von Familie und Beruf setzt eben Partnerschaft voraus und ohne stärkere Beteiligung der Väter an der Familienarbeit wird sie immer eine Einbahnstraße für die Mütter bleiben. Es ist unbestritten, wie wichtig die Väter- Präsenz für die kindliche Entwicklung ist, und ebenso unbestritten ist es auch, wie wertvoll die Erfahrung für die Väter selbst ist, wenn sie sich ihren Kindern widmen können. --------------------------------------------------------------------- Selbst- und Fremdbild von Männern in Männergruppen
Diplomarbeit von Frederik Strom Freie Universität Berlin, Diplomstudiengang Psychologie
(Diplomarbeit: download)
"Ein Ziel meiner Diplomarbeit ist die Untersuchung, welche Ursachen zur Teilnahme an Männergruppenarbeit führen. Es wird angenommen, dass Männergruppenarbeit in der Gesellschaft einen geringen Bekanntheitsgrad und – diese Annahme wird durch die Arbeit bestätigt - dazu bei Männern ein unattraktives Image hat. Vermutet wird, dass die Teilnahme an einer geschlechtsspezifischen Gruppe einen positiven Einfluss auf die Lebensgestaltung hat aber ein schlechtes Image, Männer daran hindert, Gruppen aufzusuchen. Durch die Arbeit wird eine präzisere Antwort darauf geben, welche Vorstellungen im universitären Umfeld über Teilnehmer an einer Männergruppe bestehen."
-------------------------------------------------------------------- Nachfolgend veröffentlichen wir eine Hausarbeit, die ein Freund im Rahmen seines Pädagogikstudiums an der Universität Trier geschrieben hat. "Zunächst werde ich in Kapitel 2 aufzeigen, daß im primären Sozialisationsprozeß durch die elterlichen Erwartungshaltungen und geschlechtskonforme Erziehung (2.1), den Erwerb der Geschlechtsidentität (2.2) und das Erlernen der Geschlechtsrolle (2.3) machtvolle Unterscheidungen zwischen den Geschlechtern geschaffen werden, die die Verhaltensmöglichkeiten der Jungen, wenn sie aufwachsen, einschränken. In Beziehungen zu Frauen und anderen Männern fühlen sich die meisten Männer gezwungen Verhaltensweisen zu zeigen, die nicht nur selbstzerstörerisch sind, sondern sich zugleich auf das Geschlechterverhältnis (3) in der Arbeitsteilung, Erwerbs- und Hausarbeit sowie zu anderen Männern (3.2) schädlich auswirken. Im Kapitel 4 stelle ich mir die Frage, ob der ,,spirituelle Mann“ eine Alternative zum traditionellen Mann ist, der bisher ausgleichende Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern verhindert hat." Ich möchte noch hinzufügen, daß ich meine Arbeit zum Thema Männlichkeit mehr von psychoanalytischer als von soziologischer Seite beleuchtet habe; weil ansonsten der Rahmen meiner Hausarbeit überschritten worden wäre. Weiterlesen: download
-------------------------------------------------------------------- Emotionale Abhängigkeit bei Männern "Die tiefe emotionale Abhängigkeit von der Partnerin ist ihnen meistens im Ehe- und Familienalltag, solange er funktioniert, nicht bewußt. Durch die Trennung zerreißt dieses Band und der Mann erlebt sein Alleinsein als Abgeschnittensein von der früherern Verbindung und Verlust des mit der Partnerin geteileten gemeinsamen Lebens (Stapelfeld 1996, S. 415)." Das Männer emotional abhängig sein können und demzufolge einen Bedarf haben sich weiter zu entwickeln, um so zu mehr Zufriedenheit zu gelangen - persönlich und in der Partnerschaft, wird nur selten zur Kenntnis genommen (Literaturliste - download). -------------------------------------------------------------------- Männliche SexualitätMythen und Realität in der sexuellen Begegnung von Mann und Frau - Männerthema, 16. August 2000 In der Veranstaltungsreihe "Männerthema", die wir im Jahr 2000 zu verschiedenen Themen in Trier angeboten hatten, wurde am 16. August 2000 das Thema (heterosexuelle) "Männliche Sexualität" besprochen. Das in diesem Zusammenhang erstellte "Handout" ist nachfolgend als Download bereit gestellt. Dieses Handout ist nicht nur für Männer gedacht, da diese Mythen auch in den "Köpfen" von Frauen zugegen sein können. Eine andere Form Problemen mit der eigenen Sexualität zu begegnen und sich mit anderen Menschen darüber auszutauschen mit dem Ziel der "Heilung", kann sich auch an die "Anonymen Sexaholiker" wenden (Homepage). -------------------------------------------------------------------- Offener Brief an die Justizministerin der Bundesrepublik Deutschland Frau Brigitte Zypries
Professor Dr. Gerhard Amendt Institut für Geschlechter- und Generationenforschung Universität Bremen Sehr geehrte Frau Ministerin Zypries, wenn mir auch nicht ganz klar ist, ob Ihr Aufruf zur öffentlichen Diskussion über Vaterschaftstests wirklich ernst gemeint ist, oder ob er lediglich eine Abwehrgeste gegen eine Sturm auslösende Diskriminierung von Männern darstellt, so teile ich doch mit Ihnen das Erstaunen über die Einhelligkeit, mit der Männer sich Ihrem Gesetzesentwurf durchweg entgegenstellen. Und dies obwohl sie in ihrer Mehrheit gar nicht davon berührt sind. Weiterlesen: download
Die Mutter als Hüterin der Vaterschaft Zum geplanten Verbot heimlicher Gentests Prof. Karl Heinz Muscheler, Bochum Lesen: download
Weitere Informationen. Lesen: Zur Homepage.
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Die Sparte der Ratgebermagazine ist um ein Format reicher. Die Zeitschrift
«RosenKrieg - Magazin für Trennung, Scheidung und Neuanfang» ist Ende
September am Kiosk erscheinen. Die Herausgeber verweisen auf den «dramatischen
Anstieg der Scheidungszahlen in Deutschland», die bereits bei 200.000 pro Jahr
liege. Es gebe somit einen «immensen Informationsbedarf», dem die Zeitschrift
«Rosenkrieg» Rechnung tragen solle.
Das zweimonatlich mit einer Erstauflage von 35.000 Exemplaren erscheinende
Magazin widmet sich komplizierten Themen wie Unterhalt, Versorgungsausgleich,
Sorge- und Besuchsrecht. Aber auch viele kleinen Alltäglichkeiten wie: Wer
bleibt in der gemeinsamen Wohnung? Wie wird der Hausrat aufgeteilt? Werden die
gemeinsamen Schulden geteilt? Wer kriegt den Hund? Wer nimmt die Katze? würden
besprochen.
Neben fachkundigem Rat von Anwälten, Psychologen, Therapeuten und
Steuerberatern verspricht die Zeitschrift, dass es zudem «um Herz und Schmerz»
gehe. «Wir veröffentlichen in `Rosenkrieg` auch jede Menge Trennungs- und
Scheidungsgeschichten aus dem richtigen Leben.»
Und auch an die Zeit danach haben die Herausgeber gedacht: Denn das Magazin
biete «auch für den Neuanfang Lebenshilfe. Wie flirte ich richtig? Wo sind die
besten Kontakthöfe? Was muss ich beachten, dass mein neuer Partner zu mir
passt? So funktionieren Patchworkfamilien. RosenKrieg erscheint imVerlag Lutz von Gratkowski und kostet 3,90 Euro. Weitere Infos gibt es unter www.rosenkrieg-magazin.de (Quelle).
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Das belächelte Opfer - von Viola Volland
Wenn die Geschlechterkategorien Kopf stehen und Frauen ihre Männer schlagen: Klaus K. wehrte sich nicht. Nicht, als das Bügeleisen auf ihn niederfuhr und auch nicht, als seine Frau mit dem Fleischklopfer auf ihn losging. So lange schlug die Hausfrau auf den 65-Jährigen ein, bis er kein Lebenszeichen mehr von sich gab. Es war ein kalter Adventssonntag im vergangenen Dezember, als Klaus K. starb, im Badezimmer der gemeinsamen Wohnung im Berliner Stadtteil Schöneberg. Das Berliner Landgericht verurteilte Gisela K. im Juli dieses Jahres zu neun Jahren Gefängnis. Weiterlesen: Zum Text.
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von Karin Nungeßer
UMDENKEN: Frauen haben kein Monopol aufs Unterdrücktwerden. Eine Berliner Tagung widmete sich männlicher Gewalterfahrung und suchte nach einer neuen Sprache.
Das Schicksal der westdeutschen Frauenbewegung ist eng mit dem Begriff Gewalt verknüpft. "Gewalt hat ein Geschlecht", war die Erkenntnis, und indem sie "Männergewalt" entlarvte, gelang der Bewegung ein doppelter Coup: Sie konnte geschlechtsspezifische Gewalterfahrung theoretisch fassen und bewirkte damit vor allem in der Frauenhausbewegung der siebziger und achtziger Jahre einen wichtigen Mobilisierungs- und Solidarisierungseffekt. Zugleich lieferte sie ein einprägsames Paradigma für das, was in den vielfältigen anderen Formen weiblicher Unterdrückung, Ausbeutung und Benachteiligung verdeckt oder eigentümlich unscharf blieb, dass nämlich Männer Täter, Frauen Opfer sind.
Da half es wenig, dass Feministinnen wie Frigga Haug schon früh gegen diese Verallgemeinerung Stellung bezogen: "Die Annahme, dass die Frauen ausschließlich Opfer sind, schweigt darüber, wie sie aus der Position derer, über die gehandelt wird, in die Position von Handelnden kommen können", formulierte sie im Sommer 1980 in ihrem Vortrag Täter oder Opfer?, der über Jahre hinweg immer wieder diskutiert wurde. Ende der achtziger Jahre war es vor allem Christina Thürmer-Rohr, die der Generalisierung des Opferbegriffs ihren spezifischen Begriff der "weiblichen Mittäterschaft" als Teilhabende und Leidende des Patriarchats entgegenstellte. Konkrete Studien zu Täterinnen im Nationalsozialismus sowie die Auseinandersetzung mit dem eigenen Rassismus und Ethnozentrismus machten im Laufe der neunziger Jahre deutlich, dass die generalisierende Gleichsetzung der Frau als Opfer vor allem eines ist: eine patriarchale Zuschreibung, die der Realität von Frauen nur bedingt entspricht und sie der Verantwortung für ihr Handeln auch dort nicht entbinden kann, wo sie der eigenen Befreiung im Wege steht.
Nicht zufällig war den praktisch engagierten Frauen jedoch gerade in diesem Bereich ein erstaunlicher politischer Erfolg beschieden. Ohne die immensen Anstrengungen klein- oder die teils miserable Ausstattung der betroffenen Stellen schön reden zu wollen - das öffentliche Netz an Frauenhäusern, Notrufen und Beratungsstellen, das in relativ kurzer Zeit geknüpft und politisch durchgesetzt wurde, ist auch aus heutiger Sicht beachtlich. Dass Vergewaltigung nach dem bürgerlichen Gesetzbuch mittlerweile innerhalb der Ehe strafbar ist und prügelnde Ehemänner demnächst vor die Tür ihrer eigenen Wohnung gesetzt werden können, sind ebenfalls unbestreitbare Erfolge, von denen wir auf anderen, scheinbar weit weniger brisanten Gebieten wie der Einführung der Ganztagsschule weit entfernt sind.
Einiges spricht deshalb dafür, dass die gesellschaftliche Bereitschaft, Frauen das Feld "Männergewalt" - wenn auch zu selbstausbeuterischen Konditionen - weitgehend eigenverantwortlich beackern zu lassen, sich genau jenem Zusammenhang verdankt, der innerhalb der Frauenforschung schon früh in die Kritik geriet: Handelt es sich bei der geschlechtsspezifischen Zuschreibung von Opfer- und Täterrolle nämlich um eine Konstruktion, die der Verfestigung der herrschenden Verhältnisse dient, so ist nachvollziehbar, warum Frauen gerade der Opfer-Bereich so bedenkenlos überlassen werden konnte - zumal das Soziale ihnen traditionell ja ohnehin zufällt.
Aus feministischer Perspektive ist deshalb erst einmal uneingeschränkt zu begrüßen, wenn Männer - wie jüngst auf einer Tagung der Heinrich Böll Stiftung unter dem Titel "Mann oder Opfer?" - anfangen, eigene Gewalterfahrungen zu thematisieren: Sie stellen damit einen zentralen Konsens des herrschenden Geschlechterverhältnisses in Frage und tragen damit im besten Fall langfristig zu einer veränderten Theorie und Praxis von Männern und Frauen bei.
So kritisierte der Männerfoscher Alexander Bentheim zu Recht, dass selbst in einer Kampagne des Bundesfrauenministeriums die Gewalterfahrungen von Jungen relativiert und weniger ernst genommen werden als die der Mädchen (vgl. Interview). Zumal Jungen nicht nur als Kinder stärker von Gewalt und Misshandlung bedroht sind: Zwei Drittel aller Körperverletzungsdelikte und 70 Prozent aller Gewaltverbrechen - mit Ausnahme von Sexualverbrechen - werden, wie der Viktimologe Gerd Ferdinand Kirchhoff deutlich machte, an Männern verübt, die somit doppelt so häufig wie Frauen von massiven "Invasionen ins Selbst" betroffen seien. Dabei sei nicht nur die Verletzung als solche das Problem, sondern auch der Verlust an persönlicher Sicherheit, der mit jedem Angriff einhergehe. "Viktimisationen lehren uns, dass wir mit Fiktionen leben", erläuterte der Opferforscher den anwesenden Frauen und Männern und verwies dabei auf die Gefahr einer sekundären Gewalt, die darin bestehe, den Betroffenen für das, was ihm zugestoßen ist, selbst verantwortlich zu machen.
Dass hier durchaus mit zweierlei Maß gemessen wird, machte der Männerarbeiter Hans-Joachim Lenz in seinem Vortrag deutlich. Während misshandelte Jungen, überfallene Ausländer und verprügelte Schwule mit gängigen, auch weiblichen Vorstellung von Opfern problemlos zusammengingen, sorgte die Erwähnung von Gefängnis-Insassen, die der Gewalt von Mithäftlingen ausgesetzt sind, für einen kurzen Moment der Irritation: Können Täter Opfer sein? Und was ist mit den Soldaten, die sich schließlich freiwillig fürs Töten und zum Heldentod gemeldet haben?
Männerspezifische Opfer-Erfahrungen gibt es also durchaus, und das betrifft nicht nur ihre Leugnung und Verdrängung durch Andere. Auch Männer selbst sind schließlich Teil der Gesellschaft und glauben an den Mythos ihrer eigenen Unverletzbarkeit. Er müsse selbst, sagte ein Teilnehmer des Workshops anschließend, Bilder, die er im Kopf habe, übersetzen: "Wenn ich dann statt einem Jungen ein Mädchen und statt der Mutter den Vater einsetze, ist sofort klar: Das ist sexueller Missbrauch", berichtete er. "Es ist schwierig, eine Sprache zu finden für Übergriffe, die Liebe genannt werden", beschrieb ein anderer Teilnehmer seine Erfahrungen mit den körperlichen Zudringlichkeiten, die ihm seine Mutter, als Fürsorge und Pflege getarnt, immer wieder aufgedrängt hatte - eine Erfahrung, die andere Teilnehmer offenbar teilten.
Dass Frauen jedoch auch vor massiver sexueller Gewalt an Kindern nicht zurückschrecken, hatte am ersten Abend bereits die Sozialpädagogin Hilke Gerber in ihrem Referat zum Thema beleuchtet. Auf einer - allerdings noch recht schmalen - Datenbasis zum Thema widersprach sie dem gängigen Klischee, Frauen seien als Missbraucherinnen harmlos und meist bloße Mittäterinnen. Dennoch sei sie bei ihrer Suche nach Betroffenen für ihre Interview-Studie besonders bei westdeutschen Fachfrauen auf starke Abwehr gestoßen, berichtete Gerber, die den Anteil weiblicher Täterinnen je nach Quelle auf "zwischen 1,7 und 20 Prozent" bezifferte.
Mindestens ebenso aufschlussreich wie die Tabus, die auf dieser Tagung mutig und offen thematisiert wurden, war deshalb, was nur am Rande zur Sprache kam: Eine Sprache für "männliche Gewalterfahrung" und eine für "Frauengewalt (weibliche Gewalt)" müsse gefunden werden, war am Ende der Tagung an einem der Clipboards zu lesen. Das patriarchale Skandalon, dass die Gewalt auch an männlichen Opfern mehrheitlich von anderen Männern ausgeht, blieb so weitgehend ausgespart. Wollen Männer mit ihren eigenen Opfer-Erfahrungen aber endlich öffentlich ernst genommen werden, kommen sie an diesem - auch biographisch - zentralen Kapitel ihres Mann-Seins künftig kaum mehr vorbei. Der Hinweis, Männergewalt sei von feministischer Seite ja schon ausgiebig thematisiert worden und müsse deshalb nicht erneut zum Gegenstand der Analyse gemacht werden, greift demgegenüber radikal zu kurz: Anstatt diese Kritik zuzuspitzen und zu erweitern, erschöpft sich männliche Betroffenheit sonst in ihrer bloßen Umkehr.
Und die Frauen? Können sie ihrerseits versuchen, sich offen von ihrem vermeintlichen Monopol an Opfer-Erfahrungen zu verabschieden? Da die nachfolgenden (post-)feministischen Generationen ohnehin wenig Interesse an Opfermythen zeigen und die Männer - zumindest theoretisch - bereitstehen, ihren Part zu übernehmen, wäre der Zeitpunkt gut gewählt: Quelle.
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Skandalöse Kampagnen gegen Männergewalt Sabine Beppler über falsch verstandenen Frauenschutz in Deutschland. Auszüge: Die Behauptung, in Deutschland sei jede dritte Frau von häuslicher Gewalt betroffen, ist eine fast hundertfache Übertreibung und abstruse Konsequenz eines inflationären Gebrauch des Gewaltbegriffs. Das lässt sich aus den Schriften des BIG entnehmen. Unter Gewalt wird hier so ziemlich alles subsumiert, was in einer Zweierbeziehung auftreten kann und nicht als eindeutig harmonisch zu bezeichnen ist (s. "Inflationärer BIG-Gewaltbegriff"). Im Zweifelsfall wird der Begriff Gewalt jeder objektiven Bedeutung beraubt: Gewalt ist dann gegeben, wenn sich eine Frau subjektiv als "Betroffene" empfindet. ... Auch wenn jeder Fall wirklicher häuslicher Gewalt ein Fall zu viel ist, ist die jüngste Kampagne gegen häusliche Gewalt von all jenen abzulehnen, für die Selbstbestimmung ein zu verteidigender Wert ist. Die Forderungen der Kampagne stellen eine weitaus größere gesellschaftliche Gefahr dar als das Phänomen "häusliche Gewalt". Für Menschen, die Opfer von Gewalt werden, sollte es Hilfsangebote geben, doch dies rechtfertigt nicht die von BIG geforderten Gesetzesänderungen, die einen nie da gewesenen Angriff auf die Privatsphäre aller Bürger zur Folge haben. ... Der Kampf gegen häusliche Gewalt hilft niemandem. Er dient lediglich dazu, weiteres Misstrauen zwischen den Geschlechtern zu schüren.
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gegen die Einseitigkeit und gegen die falschen und zu hohen Zahlenangaben in der Kampagne "Gewalt gegen Frauen" des BMFSFJ, s. Text.
Peter Lichtenberg * Postf. 30 05 04 * 51334 Leverkusen 11011 Berlin 12.8.2000
Sehr
geehrte Damen, das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, behauptet in der Kampagne „Gewalt gegen Frauen“, dass jede dritte Partnerschaft von Gewalt betroffen sei. Außerdem wird behauptet, dass es nur Schätzungen zum Thema Gewalt in Partnerschaften gäbe. Diese Angaben sind falsch! Die KFN-Opferstudie „Kriminalität im Leben alter Menschen“, veröffentlicht in der Schriftenreihe des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend; – Bd. 105, belegt mit sehr genauen und repräsentativen Zahlen, dass Opfer von häuslicher Gewalt, nahezu gleich häufig Männer und Frauen sind: „... Wird eine Schätzung auf der Basis der unteren Grenzen der Konfidenzintervalle vorgenommen, so ergibt sich, dass 1991 in der BRD insgesamt ca. 1,59 Mio. Frauen im Alter zwischen 20 und 59 Jahren mindestens einmal Opfer physischer Gewalt in engen sozialen Beziehungen waren, für Männer beträgt die entsprechende Anzahl 1,49 Mio.. ...“ (S. 160) „... Insgesamt lassen die Vergleiche soziodemographischer Variablen zwischen der realisierten Stichprobe und den offiziellen Statistiken den Rückschluss zu, dass die Stichproben sowohl für die Alten Bundesländer als auch die Neuen Bundesländer als repräsentativ angesehen werden können und somit den Ergebnissen dieser Untersuchung eine hohe externe Validität zukommt. ...“ (S. 39) Weitere Einzelheiten zum Thema, entnehmen Sie bitte dem beigefügten Aufsatz zur KFN-Opferstudie. Diese Zahlen belegen, dass die Kampagne extrem einseitig ist. Männer als Opfer werden in der Kampagne nicht berücksichtigt. Das verstößt gegen das Gleichbehandlungsprinzip von Frauen und Männern. Die Prioritäten werden im Ministerium von Familie auf Frauen verlegt. Es ist aber offensichtlich ein Problem innerhalb von Familien, dass also Männer und Frauen betreffen. Dass auch Männer Opfer von häuslicher Gewalt werden, wird auch von 117 angelsächsischen Studien gestützt. (Siehe Anlage) Da es die KFN-Opferstudie gibt, ist eine Schätzung nicht nötig. Die von der KFN ermittelten Zahlen sind repräsentativ für ganz Deutschland. Nach den Zahlen des Statischen Bundesamtes, gibt es 21,6 Mio. Partnerschaften in Deutschland. Rechnerisch wäre, nach der Kampagne, jede dritte Partnerschaft von Gewalt betroffen, also ca. 7,2 Mio. Partnerschaften. Nach der KFN Opferstudie sind es "nur" 1,6 Mio. Frauen von häuslicher Gewalt betroffen. Da ist "leichte" und schwere Gewalt mit eingeschlossen. Damit ist die Angabe des BMFSFJ, dass jede dritte Partnerschaft von Gewalt betroffen sei
Die, von dem BMFSFJ, mit falschen Zahlenangaben und mit extremer Einseitigkeit begründete Kampagne „Gewalt gegen Frauen“, hat weitreichende Folgen. Für unsere aufwachsenden Kinder und Jugendlichen werden ein falsches und einseitiges Bild von Männern in der Gesellschaft gezeichnet. Heranwachsende männliche Kinder entwickeln ein falsches und niedriges Selbstwertgefühl. Die Kampagne führt zu weiteren falschen Zahlenangaben. Die Presseagentur dpa macht aus „jede dritte Partnerschaft“ sogar „jede dritte deutsche Frau“: dpa am 1. Dezember 1999: JEDE DRITTE DEUTSCHE FRAU LEIDET UNTER GEWALT ZU HAUSE Berlin (dpa) - Jede dritte Frau in Deutschland ist bereits ein Opfer häuslicher Gewalt geworden. Auf diese Schätzung hat heute Bundesfamilienministerin Bergmann in Berlin bei der Vorstellung eines Aktionsplans zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen hingewiesen. Demnach wurde jede siebte bereits einmal in ihrem Leben Opfer von sexuellen Übergriffen. Das vom Bundeskabinett beschlossene Konzept sieht zahlreiche Maßnahmen vor. Dazu gehören auch gesetzliche Regelungen zu Kontakt- und Näherungsverboten für prügelnde Ehemänner. Welchem Mann wird denn nach dieser Kampagne geglaubt, wenn er Opfer durch Gewalt seiner eigenen Partnerin geworden ist? Und die KFN-Opferstudie weist nach, dass auch Männer Opfer in engen sozialen Beziehungen werden. Das heißt auch, selbst dann, wenn die Zahlen so gemeint wären, dass jede dritte Frau in ihrem Leben schon einmal Opfer von Gewalt in Partnerschaften geworden wäre, dass Männer im gleichen Masse betroffen wären. Und mit diesen falschen und zu hohen Zahlen und verbunden mit extremer Einseitigkeit werden dann auch noch neue Gesetze begründet. Da nutzt auch eine geschlechtsneutrale Formulierung von Gesetzen nichts. Die Kampagne vermittelt den offensichtlich falschen Eindruck, dass Männer immer die Täter und Frauen nur Opfer sind. Auch Frauen sind Täterinnen und Männer sind Opfer! Um das ganz klar zu stellen. Ich will die Gewalt nicht unter den Tisch reden. Mir geht es um Gerechtigkeit! Opfer von häuslicher Gewalt sind nahezu gleich häufig Frauen und Männer. Mit falschen und zu hohen Zahlenangaben und extremer Einseitigkeit dürfen keine neuen Gesetze begründet werden! Es muss die Gewalt in der Familie bekämpft werden und nur so darf die Kampagne heißen. Gewalt ist das Symptom eines Konfliktes, an dem immer zwei Menschen beteiligt sind. Mit freundlichen Grüßen Peter Lichtenberg
Gewalt gegen Frauen im häuslichen Bereich durch den Partner, aber auch durch andere männliche Verwandte, gehört leider für viele Frauen immer noch zum Alltag. Schätzungen zufolge kommt es in jeder dritten Partnerschaft zu Gewalt (Vgl. Frauen in der Bundesrepublik Deutschland, Schriftenreihe des BMFSFJ Nr. 9435, 1998). Frauen sind demnach von häuslicher Gewalt mehr bedroht als durch andere Gewaltdelikte wie Körperverletzung mit Waffen, Wohnungseinbruch oder Raub. Genaue Zahlen liegen nicht vor, deshalb plant die Bundesregierung eine erste umfassende Umfrage zu Gewalt gegen Frauen. Sexuelle Gewalt hat etwa jede siebte Frau in Deutschland bereits einmal erfahren. Das ist das Ergebnis einer Opferbefragung, die das Kriminologische Institut Niedersachsen 1992 im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführte. Dieser Untersuchung zufolge findet der größte Teil sexueller Gewalt mit etwa zwei Drittel aller Fälle im sozialen Nahbereich von Familie und Haushalt statt. Die Vergewaltigung oder sexuelle Nötigung erfolgt also überwiegend durch den Partner, durch Bekannte und Verwandte. Der Fremdtäter im nächtlichen Park ist eher die Ausnahme. Beim sexuellen Missbrauch von Kindern rechnen Sachverständige unter Berücksichtigung hoher Dunkelziffern jährlich mit mehr als 100.000 Fällen, wobei 70 Prozent der Täter aus dem sozialen Nahbereich kommen und drei Viertel der Opfer Mädchen sind. Wissenschaftliche Untersuchungen haben weiter bestätigt, dass Gewalt gegen Frauen und Kinder in allen gesellschaftlichen Schichten und Altersgruppen vorkommt und dass die Opfer oft über Jahre hinweg misshandelt werden. Gewalttaten im sozialen Nahraum, also durch Partner, Freunde oder Familienmitglieder, werden fast nie von den betroffenen Frauen angezeigt. Sie schämen sich, wollen auch ihre Familie nicht in Misskredit bringen, aber sie haben auch wenig Hoffnung auf ein staatliches Eingreifen zu ihren Gunsten. Zu oft haben Frauen erleben müssen, dass die Polizei eher auf Seiten des gewalttätigen Mannes stand als auf ihrer, dass dem Mann nichts geschah, während sie mit den Kindern aus dem vertrauten Umfeld in ein Frauenhaus oder zu Bekannten flüchten mussten. Aber selbst wenn der Täter bestraft wird, handelt es sich oft genug um eine Geldstrafe, die die Familienkasse belastet und damit letztlich die Opfer.
------------------------------------------------------------------ Neo-Feminismus Eine Anti-Humanistische Ideologie?
Hier ist einer von zwei Artikeln welche sich mit der Entwicklung des nordamerikanischen Feminismus in eine mehr radikale, entzweiende Bewegung befasst, im Gegensatz zum humanistischen Prinzip das die Gleichheit der Geschlechter befürwortet.
Aufzeichnung eines Vortrags von Madeline Weld, für die Humanistische Gesellschaft Ottawa (Kanada) am 17. April 1998: Erster Artikel.
Der zweite Artikel befindet sich hier:
Gleichheit der Geschlechter: Die Probleme der Männer und die Gefahren des radikalen Feminismus.
------------------------------------------------------------- Frauen streben ebenso nach der Macht wie es gemeinhin nur Männern unterstellt wird und sie werden dabei ggf. gewalttätig
Natalie Angier (2000): Unser Faible für die Macht. In: Der Spiegel vom 07.08.2000, S. 154 ff. Artikel download
Die Wissenschaftsautorin Natalie Angier (2000) zeigt in ihren Beiträgen auf, das Frauen aus evolutionsbiologischer Sicht genauso aggressiv sind wie Männer. Sie benennt für Frauen ein Steroidhormon mit Namen Androstendion, das genau den gleichen Stellenwert für aggressives Verhalten hat, wie beim Mann das das vieldiskutierte Testosteron.
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Machtausübung ist Frauen und Männern zueigen
Heyne, Claudia (1993): Täterinnen. – Offene und versteckte Aggressionen von Frauen. Kreuz Verlag AG, Zürich. Textauszug download
In ihrem Buch belegt sie, das Gewaltausübung nicht vom Geschlecht eines Menschen (also Mann oder Frau) abhängen, sondern von der Macht, über die eine Person verfügt und von einer Situation, die es ermöglicht, Gewalt auszuüben.
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Gewaltausübung wird durch die Gruppenzugehörigkeit bestimmt
Claudia Leeb (1998): Die Zerstörung des Mythos von der friedfertigen Frau. Europäischer Verlag der Wissenschaften, Frankfurt /Main, Dissertation.
Verlagstext:
Die Autorin liefert eine kritische Perspektive auf den gegenwärtigen Diskurs der traditionellen sowie feministischen Aggressionsforschung. Sie expliziert direkte Aggression als konstruktives Aggressionsverhalten für Frauen. Ihre Entwicklung des qualitativen Forschungsdesigns basiert auf Studien, die zeigen, dass Aggression wesentlich deutlicher durch den sozialen Gruppenkontext als durch die Geschlechtszugehörigkeit bestimmt wird: im Anschluss an Filmausschnitte, die aggressives Verhalten von Frauen darstellen, diskutieren bestehende Frauengruppen ihren persönlichen Umgang mit Aggression. Die Gruppendiskussionen werden anhand der Methode der psychoanalytischen Textinterpretation nach Leithäuser und Volmerg tiefenhermeneutisch ausgewertet. Die Forschungsergebnisse verdeutlichen die unbewussten Ängste, Wünsche und Phantasien im Zusammenhang mit direkter Aggression von Frauen. Deren Bedingtheit durch soziale Gruppenkontexte wird bestätigt.
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