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Disputationen
Die nebenstehenden Artikel zeigen, dass eine Beschränkung auf einzelne Täter- und Opfergruppen bei häuslicher Gewalt, für die öffentliche Hilfseinrichtungen zur Verfügung stehen, wissenschaftlich nicht gerechtfertigt ist. Immer wieder wird die Ansicht vertreten, häusliche Gewalt sei "männlich". Auch wird nicht zwischen Hell- und Dunkelfelddaten unterschieden (Hellfeld = polizeiliche Kriminalstatistiken (PKS), Dunkelfeld = internationale wissenschaftliche Forschungsergebnisse). Denn die o.g. Auffassung entsteht in erster Linie durch Hellfeldzahlen (PKS) und ist dann immer noch nicht zutreffend, s. Ist häusliche Gewalt männlich? Weiterhin handeln verantwortliche Personen so, als sei häusliche Gewalt jeweils eindeutig, d.h. diese ginge nur von einer Person aus. Internationale wissenschaftliche Befunde zeigen jedoch, dass in ca. 50 % der Fälle häusliche Gewalt wechselseitig ausgeübt wird. Die Unterscheidung von systematischer und spontaner Gewalt von Gloor & Meier (Download Leserbrief), nach der Männer lediglich leicht und Frauen nur schwer verletzt würden, ist als ein Versuch zu werten, die Debatte zu ihren Gunsten zu entscheiden, d.h. andere Täter- und Opfergruppen (Frauen als Täterinnen, Männer als Opfer) sollten weiterhin keine Aufmerksamkeit erhalten.
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