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NEWS
Onlineberatung für Väter zum Thema Elternzeit gestartet
Sehr geehrte Damen und Herren,
--------------------------------------------------------------------- Wie funktioniert eine Männergruppe?
Was manchen bisher davon abhielt, seine Fragen in eine dieser Männergruppen zu tragen, weil er schlicht nicht wusste, was ihn dort erwartet und so etwas bekanntlich die Hemmschwelle höher legt, ist nun für Tausende von Männern, die der deutschen Sprache mächtig und neuen Medien nicht abgeneigt sind, nachzulesen im Internet. Eine Dormagener Gruppe hat ihre (bewährten) Ziele und Regeln zusammengestellt und bietet sie unter (Homepage) Interessierten zur Orientierung an. Im folgenden einige Auszüge. Zusammenstellung: Alexander Bentheim – Switchboard, Hamburg Unsere Ziele: Wir sind eine offene, weltanschaulich ungebundene Gruppe aus dem Kreis Neuss. Gemeinsam haben wir uns auf den Weg gemacht, um uns selber und andere besser kennen und verstehen zu lernen. Wir wollen uns weiterentwickeln und wachsen, indem wir auf unseren Stärken aufbauen, zu unseren Schwächen stehen und unsere Gefühle, Träume und Sehnsüchte ernst nehmen. Wichtiger als ferne Ziele sind uns die kleinen Schritte auf unserem Weg. Das Entscheidende geschieht nicht irgendwann in der Zukunft, sondern hier und jetzt. Vereinbarungen: Wachstum setzt Offenheit und Mut voraus und braucht eine geschützte und vertrauensvolle Umgebung. Die Teilnehmer unserer Gruppe verpflichten sich daher, Stillschweigen zu bewahren über alles, was in der Gruppe zur Sprache kommt und geschieht, an den Gruppentreffen regelmäßig teilzunehmen. Wer nicht kommen kann, meldet sich ab. Wir unterstützen uns gegenseitig nach unseren Fähigkeiten, sind aber keine Therapiegruppe. Jeder Teilnehmer übernimmt die Verantwortung für sich selbst. Die Gruppe ist grundsätzlich offen für neue Teilnehmer. Wer einen Gast mitbringt, unterrichtet diesen vorher über die Regeln der Gruppe, insbesondere Vertraulichkeit und Verbindlichkeit, und kündigt der Gruppe den Gast an. Gesprächsverlauf: Ein Teilnehmer übernimmt nach vorheriger Absprache die Gesprächsleitung / Moderation. Er achtet zusammen mit allen anderen auf die Einhaltung der Gesprächsregeln und auf den verabredeten Zeitrahmen. Folgende grobe Struktur hat sich bisher bewährt: Kurze Einstiegsrunde: Wie geht es mir heute? Was ist Wichtiges passiert? Möchte ich etwas mit der Gruppe besprechen? Unser Thema heute abend: Wem liegt etwas auf der Seele? Was ergibt sich aus der Einstiegsrunde? Gibt es Vorschläge aus der Gruppe? Für den eher seltenen Fall, dass kein Thema anliegt, macht der Gesprächsleiter ein Angebot. In diesem Teil hat vieles Platz: Reden und Schweigen, Lachen und Weinen, Bewegung und Spiel. Wichtig ist uns, nicht nur den Kopf, sondern den ganzen Mann mit Körper, Geist und Seele zu beteiligen. Kurze Schlussrunde: Wie gehe ich nach Hause? Was nehme ich mit? Wer moderiert das nächste Treffen? Gesprächsführung: orientiert an der Methode von C.M. Siegers Jeder ist sein eigener Chef. Jeder bestimmt selbst, wann der redet und wann er schweigt. Die Gruppe darf von niemandem einen Beitrag erzwingen. Jeder soll in eigener Regie und selbstverantwortlich entscheiden, welchen Gesprächsbeitrag er leisten will. Was einen ärgert: sofort sagen! Wer sich über etwas ärgert, kann nicht mehr ungestört am Gespräch teilnehmen, sondern schaltet ab. Auf eine Störung, die nicht deutlich benannt wird, können andere auch nicht angemessen reagieren und wenn die anderen auf die eigene Befindlichkeit keine Rücksicht nehmen, staut sich der Ärger, und zu der Störung auf Grund eines bestimmten Sachverhaltes bahnt sich dann evtl. eine Störung der Beziehung zu den anderen an, weil man sich von den anderen vernachlässigt glaubt. Dieser Punkt ist besonders wichtig in Bezug auf den Beitrag jedes einzelnen zum Gelingen. Denn wenn ein Gespräch unbefriedigend verläuft, dann liegt das nicht allein an denjenigen, die das Gespräch geführt haben, sondern ebenfalls an denjenigen, die so ihre Unzufriedenheit nicht rechtzeitig geäußert haben! Sich selbst zur Sprache bringen! Wer etwas sagt, sollte versuchen, seinen Beitrag als seine Meinung, Überzeugung und Auffassung auszudrücken. Statt ständig davon zu reden. was "man tut, ist es besser zu sagen, was "ich" selbst für richtig halte. Das "Ich" ist hierbei kein Zeichen von Egoismus, sondern von gesunder Ich-Stärke. Außerdem sind Allgemeinplätze ohnehin schon überbevölkert. Immer der Reihe nach! Jeder darf sagen, was er will, doch wenn mehrere gleichzeitig sprechen, werden sie nicht mehr von allen anderen gehört, und den meisten geht dann der rote Faden verloren. Öfter mal sagen, was einem an anderen gefällt! Das tut jedem gut und stärkt das Selbstbewusstsein. Denn jeder von uns möchte akzeptiert werden und braucht das Gefühl, von anderen angenommen zu sein, für seine Selbstannahme. Dieses Gespür entwickelt sich um so schneller, je deutlicher man es gesagt bekommt. Für die Existenz einer Gruppe ist es wichtig, dass jeder spürt, dass die anderen ihn mögen. Ratschläge vermeiden! Ratschläge sind gut gemeint, helfen aber meist wenig. Wer so richtig in der "Scheiße" steckt, braucht oft eher Mitgefühl und Anteilnahme. Ähnliche eigene Erfahrungen sind manchmal hilfreich, aber nicht ohne weiteres übertragbar. Und: gelegentlich tut es einfach mal gut, so richtig jammern und sich ausweinen zu können. Klar sagen, was man will Jeder muss seine Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen an andere klar und deutlich artikulieren, damit die anderen wissen, woran sie sind. Nur auf einen ausgesprochenen Wunsch kann man auch ausgesprochen gut eingehen. Heimliche Wünsche werden unheimlich selten erfüllt. Wem daher an der Erfüllung seiner Bedürfnisse etwas liegt, muss sie auch mitteilen. Vom Aussprechen seiner Bedürfnisse und Wünsche darf man allerdings nicht erwarten, dass die anderen sie erfüllen müssten. Die anderen müssen mit Anstand "Nein" sagen dürfen. Gefühle aussprechen! Bei jedem Miteinander Reden stellen sich unvermeidlich Gefühle ein, und man sollte nicht vermeiden, sie zu äußern. Denn mit ausgesprochenen Gefühlen kann man besser umgehen. Das schafft Klarheit für einen selber und für die anderen. Auf Körpersignale achten! Unser Körper hilft uns, Gefühle wahrzunehmen. Außerdem ist er oftmals ehrlicher als unser Geist. Wir können uns in aller Regel gut auf ihn verlassen. Ebenso sprechen die Körper der anderen eine deutliche Sprache. Diese ist in unserer Kultur jedoch leider zu einer Fremdsprache geworden. Wir müssen sie daher wieder neu erlernen. Rücksicht nehmen! Wenn man auch sich selbst und seine Gefühle, seine Wünsche und Bedürfnisse, seinen Ärger und seine Störungen ausdrücken soll, bedeutet das noch lange nicht, dass man auf die Belange der anderen und der Gruppe keine Rücksicht mehr zu nehmen braucht. Im Gegenteil: es geht darum, dass sich jedes Gruppenmitglied selbständig und eigenverantwortlich äußert und einbringt, damit die Gruppe gemeinsam einen Weg finden kann, der möglichst alle zufriedenstellt. Dazu ist es selbstverständlich notwendig, dass Kompromisse gefunden werden, dass eigene Wünsche zeitweise freiwillig zu rückgestellt werden und auf wichtigere Bedürfnisse anderer Rücksicht genommen wird. |
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