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Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS)

Tötungsdelikte

Angestrebt war ein Vergleich der Daten von 2002 – 2004.

Bei Kindstötungen waren keine aktuelleren Daten vorhanden. Der Grund dafür ist unbekannt.

Folgende Einflussfaktoren können sich auf die Entwicklung der Zahlen in der Polizeilichen Kriminalstatistik auswirken:

 

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Änderung des Strafrechts z.B. OrgKG 1992, Verbrechensbekämpfungsgesetz 1994,
6. Strafrechtsreformgesetzes 1998

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Anzeigeverhalten

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Polizeiliche Kontrolle

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Statistische Erfassungsregeln einschl. der Erfassung komplexer Ermittlungsvorgänge mit zahlreichen Einzelfällen

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Echte Kriminalitätsänderung

 

Nach Sternal (1996), die sich auf Funken (1989, S.2) bezieht, gehören Opfer von weiblichen "Tätern" zu 85 % dem engen Familienkreis an.

 

Die Zahl der männlichen Opfer bei Tötungsdelikten ist, mit Ausnahme des Sexualmordes,  höher als diejenige von Frauen.

Bei den Kindstötungen treten Frauen zu ca. 94 % als Täterinnen in Erscheinung.

 Opfer

 Jahr

 Gesamt

 weiblich

 männlich

w %

 m %

 

 

 

 

 

 

 

Mord

2002

988

408

580

41,3

58,7

Beziehung*

2003

921

441

480

47,9

52,1

§ 211 STGB

2004

907

392

515

43,2

56,8

 

 

 

 

 

 

 

Raubmord

2002

66

17

49

25,7

74,3

Beziehung*

2003

84

29

55

34,5

65,5

 

2004

64

18

46

28,1

71,9

 

 

 

 

 

 

 

Sexualmord

2002

31

29

2

93,5

  6,5

Beziehung*

2003

29

24

5

82,8

17,2

 

2004

26

24

2

92,3

  7,7

 

 

 

 

 

 

 

Totschlag und Tötung auf Verlangen

2002

1.968

653

1315

33,1

66,9

§ 212,213,216 STGB

2003

1.937

624

1313

32,2

67,8

Beziehung*

2004

1.902

656

1246

34,5

65,5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tatverdächtige

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mord

2002

 718

107

611

 14,9

85,1

§ 211 STGB

2003

 686

100

586

 14,5

85,5

 

2004

 662

  97

565

 14,6

85,3

 

 

 

 

 

 

 

Raubmord

2002

 71

    9

  62

 12,7

87,3

 

2003

 61

    6

  55

   9,8

90,2

 

2004

 64

    7

  57

 10,9

89,1

 

 

 

 

 

 

 

Sexualmord

2002

 38

    3

  35

 7,9

92,1

 

2003

 30

    0

  30

    0

 100

 

2004

 24

    0

  24

    0

 100

 

 

 

 

 

 

 

Totschlag und Tötung auf Verlangen

2002

 1378

222

1156

 16,1

83,9

§ 212,213,216 STGB

2003

 1321

189

1132

 14,3

85,7

 

2004

 1352

210

1142

 15,5

84,5

 

 

 

 

 

 

 

Kindstötung

1996

 24

23

1

 95,8

 4,1

§ 217 STGB

1997

 18

17

1

 94,4

 5,6

mit unaufgeklärten Fällen

1998

 15

14

1

 93,3

 6,6

 

 

 

 

 

 

 

 

* Die Opfer – Tatverdächtigen Beziehung verweist auf folgende Beziehungsformen (Verwandtschaft, Bekanntschaft, Landsmann, flüchtige Vorbeziehung, keine Vorbeziehung und ungeklärte Beziehung).

 

Literaturempfehlungen:

Mansel, Jürgen (2003): Die Selektivität strafrechtlicher Sozialkontrolle. Frauen und Delinquenz im Hell- und Dunkelfeld, als Täter und Opfer, als Angezeigte und Anzeigende. In: Lamnek, Siegfried & Boatcá, Manuela (Hrsg.): Geschlecht – Gewalt – Gesellschaft. Leske & Budrich, Opladen, Gliederung download.

Popp, Ulrike (2003): Das Ignorieren "weiblicher" Gewalt als Strategie zur Aufrechterhaltung der sozialen Konstruktion von männlichen Tätern. In: Lamnek, Siegfried & Boatcá, Manuela (Hrsg.): Geschlecht – Gewalt – Gesellschaft. Leske & Budrich, Opladen, Gliederung download.

 
Copyright © 1998 - 2010 Talisman Männerbüro Trier e.V.
Stand: 23. Februar 2010

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