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Literatur - nicht nur für Männer

(Was Sie schon immer Ihrer Frau schenken wollten ... )

Das Angebot an Männerliteratur in den Buchhandlungen selbst der großen Städte ist bescheiden. Nicht nur, dass sich ganze Regalreihen unter der Last des riesigen Angebots an Frauenbüchern biegen, wohingegen das schmale Regalbrett mit den Männerbüchern kaum auszumachen ist, auch die Qualität des Gebotenen ist oft bescheiden, und manches ist schlicht ärgerlich. Darum hier ein paar Lese-Tipps mit Inhaltsangaben, damit der Kauf kein Flop wird.

Die Rubriken:

Trauer Spiritualität
Partnerschaft Liebe
Sucht Sexualität
Männlichkeit Jungen
Männer in den Wechseljahren Männergruppen
Männliche Initiation Väter
Geschlechter politische Debatte Verletzlichkeit bei Männern
Verletzlichkeit bei Frauen Unterhalt bei Gewalt, Gewaltschutzgesetz
Männer Frauen als Täterinnen

 

Männer

 

Dick Masterson (2008): Men Are Better Than Women. Simon Spotlight Entertainment.
 

Through a process of exhaustive man research he calls "keeping his eyes open," Dick Masterson has compiled a Magnum-size list of the ways men are better than women. It is an infallible compendium of man's greatness, filled with the most egregiously fallacious arguments ever put to words, but with some kind of miraculous, rock-solid man logic dripping like motor oil from every sentence. It is a manifesto more memorable than bullshit like High Fidelity or which Axe baby powder Maxim thinks you should slap on your nuts before clubbing, more chock-full of devastating man quotes than Oscar Wilde with two wangs. Most important, it is the only one of its kind. In Men Are Better Than Women, Dick Masterson dispenses logic from his man mouth into the eyes of his male readers like some kind of mighty mother man eagle with nutrient-rich word vomit. It's a book that makes you feel like driving a train into a dynamite factory and then tearing a telephone book apart with your bare hands, just because that's the way men have always done it.

Masterson's chapters are simple and self-contained, demand no commitments from readers, and have an immediate payoff. Men Are Better Than Women is a dangerous work of satire -- not dangerous in a revolutionary sense, but dangerous in that it walks the razor-thin line between cruelty and absurdity. That line is called hilarious.

 

Trauer

Elizabeth Levang (2002): Männer trauern anders. Herder Spektrum.

Klappentext: Gefühle zu zeigen ist für Männer nach wie vor schwierig - auch wenn die Vorstellungen darüber, was "typisch" männlich und weiblich ist, sich deutlich verändert haben. Besonders in Situationen von Trauer und Verlust reagieren Männer vielfach verschlossen - oft in dem Bemühen, anderen Menschen Halt zu geben. Für Frauen wiederum kommen die Anzeichen von Trauer, Leid und Sorge oft überraschend, und sie scheinen mitunter befremdlich. Elizabeth Levang lässt elf Männer zu Wort kommen. Sie erzählen von ihrer Trauer nach einem Todesfall, nach dem Verlust des Arbeitsplatzes oder angesichts einer schweren Erkrankung. Ihre Berichte machen deutlich, dass Männer und Frauen in ihrer Trauer vieles gemeinsam haben, was die Gefühle angeht, die mit ihr einhergehen. Sie zeigen aber auch, dass Männer mit diesen Gefühlen meist anders umgehen als Frauen. Männer trauern anders, aber nicht weniger intensiv als Frauen. Aus diesem Unterschied können Konflikte erwachsen. Frauen, die darum wissen, fällt es leichter, Trauer bei Männern zu erkennen und zu verstehen. Männer, die erleben, dass ihre Gefühle anerkannt werden, können besser mit ihnen umgehen und sich anderen gegenüber öffnen. Missverständnisse lassen sich so vermeiden; der Druck, in Job und Familie weiterhin ganz normal "funktionieren" zu müssen, wird abgebaut. Ein Buch, das Mut macht, Trauer nicht neben- oder gegeneinander, sondern gemeinsam zu bestehen.

 

Sucht

Hildegard Hoffmann (1990): Süchtig ... - Die "andere" Seite von mir. Verlag kleine Schritte, Trier.

Die Wittlicher Autorin will mit ihren Erfahrungen Betroffenen, Angehörigen, Freunden und Interessierten Mut machen: Mut zum Sich-Aufmachen, Mut zum Sich-Öffnen, Mut zum Helfen und Mut zum Sich-Helfen-Lassen. Der Band ist in Gedichtform abgefasst. Hier einige Beispiele: Süchtig war ich, weil ich nicht Mensch sein wollte und zu meinen Unvollkommenheiten nicht stehen wollte. Lange blieb ich süchtig, weil ich keine Hilfe annehmen wollte. Süchtig wurde ich, weil ich mich irgendwann gegen Kälte, Lieblosigkeit und Ungerechtigkeit nicht mehr gewehrt habe. Süchtig war ich, weil ich Angst vor Neuem hatte und Angst vor Menschen. Und abschließend. Süchtig war ich, weil ich einen Selbstmörder und Totschläger in mir hatte, den ich immer wieder gegen mich arbeiten ließ.

 

Partnerschaft

Bucay, Jorge (2008): Liebe mit offenen Augen", Roman, Ammann Verlag, Zürich.

Einen Roman zur Vermittlung paartherapeutischer Empfehlungen hat der Argentinier Jorge Bucay geschrieben. Die enorme Resonanz auf "Liebe mit offenen Augen" ist weniger der schriftstellerischen Originalität als dem Aufwerfen einer viele interessierenden Frage zu sehen: Wie in einer Beziehung autonomes Individuum bleiben und nicht zur Hälfte werden?

Rhan, Ulla (2005): Fuck & Go. - Warum Männer sich nicht binden wollen und Frauen daran schuld sind. Eichborn.

... mit viel bla bla und Ironie hält die Autorin Frauen den Spiegel vor Augen, warum Männer die Flucht vor ihnen ergreifen.

Erihs, Rainer J.G. (2005): Eine Sandburg in Lettland. BoD GmbH, Norderstedt.

Der Autor hat wirklichkeitsnah geschrieben. Er heischt nicht Mitleid, oder sucht gar nach Entschuldigungen. Verkrachte Ehen besonders in der Midlifecrisis, übrigens dies nicht nur bei Männer, sind an der Tagesordnung. Nur will niemand etwas sich anmerken lassen. Interessant ist die Folge, welche Kettenreaktion so eine Situation auslöst. Man muss schon einen starken Charakter haben, wenn man solche Tiefschläge überwindet und dann immer noch aufstehen kann. Das Buch ist Frauen wie auch Männern zu empfehlen. Der Autor sieht das Scheitern seiner Beziehung wesentlich bedingt aufgrund des Altersunterschieds. Zudem hat er sich finanziell runiniert.

Röhr, Heinz-Peter (20058): Narzissmus. - Das innere Gefängnis. dtv-Taschenbuch. ISBN: 3-423-34166-1.

Bei einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung ist das Bedürfnis nach Bewunderung und Anerkennung übermäßig. Narzisstische Menschen hungern nach der vorbehaltlosen Liebe, die ihnen in der frühen Kindheit versagt war. Doch sie können nicht satt werden, da sie mit falschen Mitteln versuchen, diese Zuneigung zu gewinnen.

Im Grimmschen Märchen "Der Eisenofen" spiegeln sich zwei typische Formen der narzißtischen Störung: Der in einen kalten Eisenofen verwünschte Prinz steht für die häufig männlichen Betroffenen, die zum Schutz vor übermäßiger Verletzlichkeit, innerer Wut und heftigem Neid ihre Gefühle abgespalten haben und berechnend und rücksichtslos nach äußerer Anerkennung streben. Die Prinzessin, die sich im Wald verirrt hat und einen Retter braucht, steht für den "weiblichen" Narzissmus. Solche Frauen haben ihr Einfühlungsvermögen hoch entwickelt, um stets den anderen gerecht zu werden. Durch Selbstaufgabe und Verzicht auf eigene Bedürfnisse hoffen sie, die ersehnte Liebe zu gewinnen. Wie Schloss und Schlüssel passen die beiden zusammen, und nicht nur im Märchen werden sie oft ein Paar und müssen in einem schmerzhaften Prozess ihr wahres, verletztes Selbst kennen lernen, um zu reifen Persönlichkeiten zu werden.

Heinz-Peter Röhr vermittelt anhand des im Märchen dargestellten Erlösungsweges von Prinz und Prinzessin sehr anschaulich das notwendige Wissen über Entstehung, Verlauf und Heilungsmöglichkeiten dieses außerordentlich verbreiteten psychischen Leidens. Das Buch richtet sich an Betroffene, Familienangehörige und alle, die mit ihnen leben und arbeiten: Sozialarbeiter, Seelsorger, Psychologen, Pädagogen ...

Röhr, Heinz-Peter (2003): Wege aus der Abhängigkeit. - Destruktive Beziehungen überwinden. Walter-Verlag. 

Gemeint ist hier die emotionale Abhängigkeit. Besonders häufig bei Frauen vorkommend, jedoch auch nicht besonders selten bei Männern. Also ein Buch für Männer und Frauen.

"Ich kann nicht nein sagen; ich kann nicht alleine sein; wenn ich in einer Beziehung lebe, ist es, als ob meine eigene Welt verschwindet" - so beschreiben Betroffene Beziehungsmuster krankhafter Abhängigkeit. Wie kommt es zu dieser Persönlichkeitsstörung, die wesentlich weiter verbreitet ist als selbst Experten bisher annahmen und oft zu Suchtverhalten, psychosomatischen Erkrankungen oder Depressionen führt? Anhand des Grimmschen Märchens "Die Gänsemagd" zeigt Hans-Peter Röhr, wie krankhafte Abhängigkeit entsteht und welche charakteristischen Formen und Spielarten sie annehmen kann. Einfühlsam erklärt er, wie gerade emotionaler Missbrauch in der Familie - im Märchen die Fixierung der Mutter auf die schöne Tochter - zur massiven Schädigung des Selbstwertgefühls führt. Dass und wie Befreiung daraus dennoch gelingen kann, führt der Autor am Entwicklungsweg der Königstochter auf eindrückliche Weise vor. 

Herrmann, Horst (2003): Begehren, was man verachtet. - Männer haben Angst vor Frauen. Telos-Verlag, ISBN 3-933060-09-5.

"Titel und Untertitel dieses Buches lassen viele den Kopf schütteln. Harte Männer meinen, das fehlte ihnen gerade noch, Angst vor den "Weibern" zu haben. Und Frauen sagen, still oder laut, umgekehrt sei es richtig: Männer machen uns Angst, Tag für Tag. Sie geben vor, uns zu lieben, doch sie verachten uns - und kommen doch nicht los. Wenn jemand ein Fehler der Natur ist, dann der Mann. Jetzt schüttle ich den Kopf und sage nein. So angepasst sind sie alle, dass sie nicht einmal mehr merken, wie die Dinge liegen. So zugerichtet ist ihr Denken und Fühlen. Gewiss stimmt manches an dem, was sie sagen. Männer jagen oft Angst ein, werden laut, schrill, gewalttätig. Aber warum das so ist, wird weniger laut gefragt und schon gar nicht gesagt. Das hat mich geärgert. Offensichtlich soll etwas verdrängt werden. Aber was? Die Angst der Männer vor den Frauen. Die Tragik, begehren zu müssen, was man verachtet (H. de Montherlant)."

Der renommierte Autor Prof. Dr. Horst Herrmann lehrt seit über 20 Jahren als Soziologe an der Universität Münster. Er hat zahlreiche Bestseller veröffentlicht und ist PEN-Mitglied.

Moeller, Michael Lukas (2000). Die Wahrheit beginnt zu zweit.  - Das Paar im Gespräch. Rowohlt-Taschenbuch.

«Eigentlich wollten wir einfach glücklich sein, aber wir konnten nicht miteinander reden.» Dieser Satz eines Paares, das sich trennte, ist für mich der typische Abgesang der heute allseits belasteten Beziehungen.

Gibt es überhaupt noch eine Chance für eine bessere Beziehung? Ich glaube, ja. Miteinander Reden macht glücklichere Paare. Nur wie? Der entscheidende Weg ist das wesentliche Zwiegespräch. Die in ihm enthaltenen Grundansichten aus der Psychoanalyse der Zweierbeziehung haben auch mein Paarleben tief greifend verändert. Ein Paar: «In den letzten drei Monaten mit Zwiegesprächen haben wir mehr voneinander erfahren als in zehn Ehejahren vorher.»

Gray, John (1993): Männer sind anders. Frauen auch. Goldmann TB.

Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus. Diese griffige These hat den Kommunikations-Psychologen John Gray bekannt (und reich) gemacht. Das hier vorgestellte Buch ist zweifelsohne sein bestes Werk. Die anderen Bücher desselben Autors können hier nicht empfohlen werden; denn teils wird das Grundthema nur mit Variationen wiederholt, teils demonstriert der Autor unfreiwillig seine Inkompetenz auf dem Gebiet der Sexual-Psychologie.

Verletzlichkeit bei Männern

Zschirnt, Christiane (2005): Keine Sorge, wird schon schief gehen. - Von der Erfahrung des Scheiterns und der Kunst damit umzugehen. Goldmann.

Scheitern wird oft mit Versagen gleichgesetzt oder als Niederlage empfunden. Dass darin auch eine Chance stecken kann, zeigt Christiane Zschirnt anhand von literarischen und historischen Beispielen. In ihrem Essay "Keine Sorge, wird schon schief gehen" weist sie nach, dass Scheitern sogar zu Größe führen kann.

Nicht nur Arbeitslose schlagen sich mit der Erfahrung des Scheiterns herum. Auch Karrierehoffnungen erfüllen sich nicht immer, oder es hat einer etwas Tolles erfunden, was dann aber den Wirklichkeitstest nicht übersteht. Biographien entwickeln sich oft sprunghaft - nach oben und nach unten.

Ihr Buch ist keine wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas, eher ein Essay, ein Versuch herauszufinden, wie wir heute mit dem Phänomen des Scheiterns umgehen können und müssen.

Maaz, Hans-Joachim (2003): Der Lilith-Komplex. - Die dunklen Seiten der Mütterlichkeit. C.H. Beck.

Leider auch eine Schmähschrift, in der die Männer (das Patriarchat) das böse verkörpern und die Mütter und Frauen die mitleidenswerten Subjekte sind. Zudem neigt der Autor zu Übertreibungen. Aus klinischen Fallbeispielen wird zum einen ungerechtfertigter Weise auf die Gesamtpopulation geschlossen (also unzulässige Verallgemeinerungen) und zum anderen werden von persönlichen Verletzungen zu gesellschaftlichen Erscheinungsformen direkte Schlussfolgerungen abgeleitet. Wissenschaftlich sind beide Vorgehensweisen nicht haltbar ! Die ersten ca. 45 Seiten (S. 12 - 59) sind lesenswert und informativ, alles andere ist m.E. nicht so lesenswert, da vor allem viele Wiederholungen Seiten füllen und natürlich der Schmähcharakter dieses Buches besonders deutlich zum Tragen kommt. (H.W.)

Kurzbeschreibung

Viele von uns fühlen sich von der Wirklichkeit überfordert, haben Probleme mit ihren Partnerinnen oder Partnern. Frauen erleben sich in ihrer Rolle als Mutter um wesentliche Aspekte ihrer Weiblichkeit reduziert, Eltern eigentümlich hilflos gegenüber den Wünschen und Verhaltensweisen ihrer Kinder. Kein Zweifel: Unser Selbstwertgefühl schwindet, immer mehr Menschen benötigen professionelle Hilfe. Doch woraus resultieren diese zunehmende psychische Labilität und ihre gesellschaftlichen Folgen? Hans-Joachim Maaz zeigt, wie sich in vielen Beziehungsstörungen des Erwachsenen eine grundsätzliche Störung des Mutter-Kind-Verhältnisses widerspiegelt. Hierfür steht die mythische Gestalt der Lilith, Adams erster Frau. Sie steht für Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung der Frau, für Sexualität, Lust und Selbstbestimmung, für den Verzicht auf eigene Kinder. Lilith ist die dunkle, die verleugnete Schwester Evas. Die psychische Tabuisierung und Verdrängung der Lilith - der Lilith-Komplex - ist für Frauen und Männer Quelle endlosen Leids, eines erbitterten Geschlechterkampfes und jener massiven Störung des Mutter-Kind-Verhältnisses. Die Diagnose, die Maaz uns stellt, ist in mancher Hinsicht schmerzhaft. Aber sie zeigt auch den Weg, wie Eva und Lilith in uns - in Frauen und Männern - miteinander zu versöhnen sind. 

Saskia Heintz (Hg.) (2003): Männer kennen keinen Schmerz. - Geschichten über die Eifersucht. Hanser Verlag.

 

Männer kennen keinen Schmerz und keine Eifersucht? Zehn junge deutsche Autoren erzählen vom Gegenteil: von der unerfüllten Sehnsucht, dem leidenschaftlichen Begehren, der Ahnung von Betrug und der Angst vor Verlust. 

 

Wilfried Wieck (2000): Liebe Mutter, du tust mir nicht gut. - Söhne schreiben an ihre Mutter.  Kreuz-Verlag, Stuttgart.

 

Ein ganz anders Buch von W. Wieck. Er outet sich in diesem Buch über seine frühkindlichen Erlebnisse. Wer die anderen Bücher kennt, sollte dies auch lesen. Er erscheint mir als ein ganz anderer Mann, der andere Worte spricht  (H.W.)

 

Die folgende Textpassage ist der Einleitung (S.9 ff)  entnommen:

 

"Im Sohn sehen Mütter meist einen Vertreter des priviligierten Geschlechts, auf den sie als heterosexuelle Frauen viele ihrer Sehnsüchte richten. Gleichzeitig gehört der Sohn zu dem Geschlecht, von dem sie sich häufig alleingelassen, nicht verstanden, enttäuscht oder gedemütigt, misshandelt oder verachtet fühlen.  Sie versuchen zum Sohn eine Bindung herzustellen, in der sie endlich diese Frustrationen loswerden und eigene Bedürfnisse befriedigen können. Dieser narzisstische Missbrauch von Söhnen, der etwa bei 50 % aller Söhne auch sexuelle Varianten einschließt, geschieht offen autoritär oder subtil verdeckt. ... Viele Mütter wehren sich erheblich gegen die Befreiungsversuche ihrer Söhne. Sie verschanzen sich gekränkt und wütend hinter dem uralten Schutzschild Mutterliebe. ... Erst wenn die Schrecken und Schmerzen der Söhne zur Kenntnis genommen werden, bietet sich eine Chance, Gewaltfreiheit zwischen Männern und Frauen anzubahnen. ...Ob die Mütter, die diese Briefe erhalten, sie empört als Zumutung zurückweisen, ob sie als menschliches Gegenüber abdanken, ob sie Verantwortung für Geschehenes leugnen oder ob sie imstande sind, aufrichtig zu werden, ihren Beitrag zur Wahrheitsfindung des Sohnes mutig und selbstkritisch zu leisten, wird zeigen, wie es wirklich um die Liebe zum Sohn, um ihr Interesse an seiner Person bestellt ist. "

 

Thomas Scheskat (1992): Feder lassen tut weh..., wohin mit dem Schmerz? In: Mathias Jung (Hrsg.): Männer lassen Federn. –Unbelehrbar oder im Aufbruch? rororo-TB.

 

„Als Motiv für Veränderung liegt mir am Herzen, was es dabei zu gewinnen gibt – herauszufinden, ob mittlerweile neue „Federn“ unser Gefieder bereichern oder ob es sich sogar ganz gut mit weniger Federn leben läßt....“
 

Spiritualität

 

Walser, Christoph & Wild, Peter (2002): Men's Spirit. Herder, Freiburg.

 

Leben ist mehr als Kämpfen und Powern. Viele Männer wissen es. Den meisten fällt es schwer, die Konsequenz zu ziehen; unbekannte Sehnsüchte zu entdecken, ergründen was in der eigenen Seele vor sich geht, die Balance zwischen Aktivität und Gelassenheit finden. Die eigenen spirituellen Quellen nutzbar machen. Wie das geht? Das zeigt dieses Buch.

Patrick M. Arnold (1991): Männliche Spiritualität. –Der Weg zur Stärke. Kösel.

Den Kirchen, und voran der katholischen, wird allgemein vorgeworfen, von Männern dominiert zu sein. Von Männern in Frauenkleidern, entgegnet dem der 1992 verstorbene Jesuitenpater Patrick M. Arnold, und plädiert für ein männlicheres, das heißt für Männer attraktiveres Christentum. Auch wer der Kirche eher fern steht, kann dieses Buch mit Vergnügen lesen. Männliche Archetypen in der Bibel – so angestaubt das zunächst klingt, so spannend und amüsant lesen sich die Geschichten und Analysen. Und selten war Theologie so anschaulich und spannend wie im Schlusskapitel "Von der Männlichkeit Gottes", wo der Autor für die aufzeigt, dass unser Gott ein Mann ist, weil wir Männer einen männlichen Gott brauchen.
 

Männlichkeit

Grün, Anselm (2003): Kämpfen und Lieben. -Wie Männer zu sich selbst finden. Vier Türme Verlag.

An welchen Lebensmodellen soll sich ein Mann heute orientieren? Es fehlt an klaren Vorbildern, und die Anforderungen wachsen. Beruf, Familie, Sexualität, Freizeit - wie soll Mann das alles erfolgreich auf die Reihe bekommen? Anselm Grün wendet sich erstmals speziell an Männer und gibt Antwort auf die Fragen, worauf es wirklich ankommt und wie man als Mann mit sich zufrieden sein kann. Dazu verfolgt er das Thema "Männlichkeit" über die Beziehung zu seinem eigenen Vater und über die Lebensweise der Mönche zurück in die Bibel - und entdeckt in den alten Geschichten Kraftquellen für Männer von heute. In 18 Porträts beschreibt er biblische Gestalten als Vertreter männlicher Archetypen, die im Leser Potentiale wecken - keine Superhelden, sondern Männer mit Schwierigkeiten und Brüchen im Lebenslauf. Sie verkörpern dennoch Eigenschaften wie Vitalität, Fruchtbarkeit und Verantwortungsbewusstsein - Eigenschaften, die jeder Mann bereits in sich trägt und braucht für die Lust am Leben. Und dabei klärt sich auch die oft besungene Frage, wann denn ein Mann ein Mann ist: wenn er kämpfen und lieben kann.

Steve Biddulph (2003): Männer auf der Suche. Sieben Schritte zur Befreiung. Heyne-TB.
 

Wenn es für mich ein Buch für Männer gibt, dann dieses. Es trifft die Themen, ohne den Ausflug in die sentimentale Betroffenheit, die Männer früher oder später bewegen. Ein guter Beitrag zur Emanzipation der Männer nach der männlichen Unschärfe der letzten 20 Jahre. Nach der genußvollen und nachdenklichen Lektüre des Buches, war ich so richtig vom Stolz gefüllt ein Mann zu sein und sehe all die anderen Männer mit veränderten, liebevolleren Augen.

Thomas Scheskat (1994): Der innenverbundene Mann. –Männliche Selbstwahrnehmung und Körperorientierte Therapie. Männerbüroverlag Göttingen.

„Dieses Buch enthält drei Texte, die die Entwicklung des Arbeitsansatzes „innen verbundene Männlichkeit“ dokumentieren. Dieser Ansatz soll den Reichtum körperpsychotherapeutischer Methoden und Sichtweisen speziell für die Bewusstseinsarbeit mit Männern erschließen helfen.“
Richard Rohr (1993): Masken des Maskulinen. – Neue Reden zur Männerbefreiung. Claudius.

Noch ein amerikanischer Pater (diesmal ein Franziskaner), noch ein Plädoyer für eine männliche Kirche, noch ein Buch über männliche Archetypen, genauso spannend zu lesen, und doch ein völlig anderer Ansatz. Wo der Jesuit scharfsinnig logisch argumentiert und sein Schlussfolgerungen zieht, also quasi eine top-down Analyse liefert, geht der Franziskaner von den konkreten Bedürfnissen der Männer aus; Systemanalytiker bezeichnen das als bottom-up Methode. So gegensätzlich der Ansatz, so gleich die Ergebnisse. Und in beiden Fällen bekommt – von ihren eigenen Vertretern – die katholische Kirche die Leviten gelesen, nicht im Stil der Berufs-Kirchenkritiker Drewermann & Co., sondern fundiert und voller männlicher Liebe, die beide Bücher durchzieht. 

Wilfried Wieck (1990). Männer lassen lieben. –Die Sucht nach der Frau. Fischer TB-Nr. 4734.

In schonungsloser Offenheit beschreibt der Autor die zerstörerischen Formen, mit denen die meisten Männer Frauen begegnen. „Ich hatte immer gedacht das der Mann in der Beziehung der Starke ist, daß er die Frau stützt und ihr hilft. Nun lerne ich, daß das Gegenteil stimmt.“ 

Wilfried Wieck (1993): Wenn Männer lieben lernen. Fischer TB-Nr. 11095.

„Wir sollten die unsägliche Eingrenzung der Liebe auf den sexuellen Bereich aufheben. Zur Liebe gehört, Beziehung und Gemeinschaft zu stiften, Menschen zusammenzuführen und sie zum Miteinander-Sprechen anzuregen. Liebe umfaßt die Aufgabe, für die menschliche Entwicklung zu sorgen ....“

Liebe

Bierhoff, Hans-Werner / Rohmann, Elke (2005): Was die Liebe stark macht. -Die neue Psychologie der Paarbeziehung. Rowohlt TB.

Liebesbeziehungen haben sich in der modernen Gesellschaft entscheidend verändert. Die Paarforschung hat diese Entwicklung begleitet und die bekannten Sozialpsychologen Hans-Werner Bierhoff und Elke Rohmann erklären wie die Psychologie der Partnerschaft heute funktioniert. Die klare Analyse und der Bezug zur Praxis bieten dem Leser Impulse und eine konkrete Lebenshilfe für die eigene Situation.

Onken, Julia (2001): Wenn du mich wirklich liebst. - Die häufigsten Beziehungsfallen und wie wir sie vermeiden. Beck`sche Reihe.

Wer kennt sie nicht, solche Sätze wie: "Entscheide Dich zwischen ihr/ihm und mir!" - "Du hast schon wieder den Einkauf vergessen!" - "Wir streiten uns nie!". Forderungen werden gestellt, Harmonien beschworen, Grenzen eingerissen. Es gibt feste Muster, die fast unausweichlich Beziehungskrisen heraufbeschwören. Julia Onken nimmt die wichtigsten, die verbreitesten einmal genauer unter die Lupe. Sie erzählt Fälle, beschreibt das Verhalten und deckt die dahinter lauernden Motive auf. Sie gibt Ratschläge, wie jeder (nicht nur der andere) bestimmte Verhaltensformen vermeiden kann, und wie das Zusammenleben nicht zur persönlichen Sackgasse, sondern zur Quelle von Lebensfreude und innerem Wachstum werden kann.

Jonathan Rutherford (2000): Männer lieben anders. - Neue Wege zum Verständnis eines uralten Rätsels. Europa Verlag, Hamburg.

Der Titel des Buches von Jonathan Rutherford "Männer lieben anders" entspricht nicht dem Originaltitel der englischen Ausgabe. Dieser zeigt mehr, worauf es dem Autor ankommt: "I'am no longer myself, without you".

Es ist in sieben Kapitel gegliedert: Schweigen in der Liebe, die eigene Mutter, der eigene Vater und Vater sein, Neue Männer, Romantik, Verführung und Liebe. Zudem geht der Autor auf die Kultur ein, um Liebe in ihrem Kontext zu sehen. Er stellt seine Liebesbeziehung ebenso dar, wie die Entwicklung seiner Liebesfähigkeit und erläutert seine Erkenntnisse durch zahlreiche Beispiele aus Film und Literatur.

Trotzdem hat mich gerade der deutsche Titel animiert, das Buch zu lesen. Es hilft dabei emotionale Abhängigkeit und Unabhängigkeit in Einklang zu bringen. Meines Erachtens ist das Buch nur für denjenigen lesenswert, der schon mal geliebt hat, um am Ende zu wissen, was Liebe ist. Für mich war dieses Buch wertvoll, da ich seit zwei Jahren über den Verlust meiner Liebesbeziehung nachdenke und bestrebt war, das "gute" erhalten zu wollen. Dies ist nun greifbar geworden!

Leider ist der Autor noch der Sichtweise verbunden, das Frauen "gut" und Männer "böse" seien.

Fischkurt, Eva J. (2000): Wenn Frauen nicht mehr lieben. Goldmann.

 

Männer haben es nicht leicht. Während Frauen heute siegessicher den Gipfel weiblicher Selbstverwirklichung empor klettern, werden Männer Tag für Tag mit der harten Realität ihres Geschlechts konfrontiert. Wie ein Virus nistet sich das Thema "Der Mann als Defizitwesen" immer mehr in alle Lebensbereiche ein. Herabsetzungen, versteckte und offene Kritik und Entwertungen des Mannes sind an der Tagesordnung: Am Mann wird herum gemäkelt und pädagogisiert, beklagt und angeklagt. Oft genug huldigen Frauen einer Selbstfindungsideologie, die ihnen Seele und Geist für die Welt des Mannes verschließt und damit ihre Liebessehnsucht abtötet. 
Die vorliegende Streitschrift ist eine provozierende Wortmeldung nach der "Flut von Frauenliteratur", in der eine erfahrene Psychotherapeutin dazu aufruft, die Vorwurfshaltung und Geringschätzung der Frauen dem männlichen Geschlecht gegenüber aufzugeben und reale Geschlechtsunterschiede zu akzeptieren. 

 

 

Sexualität

 

Dieter Schnack, Rainer Neutzling (1995): Die Prinzenrolle. - Über die männliche Sexualität. rororo-Sachbuch TB-Nr. 9966.

Wie werden Jungen zu Kämpfern und Liebhaber? Begehrt die Mutter den Vater? Begehrt er sie? Sind Mädchen faszinierend oder doofe Ziegen? Wie war das mit dem Schwarm aus der dritten Klasse? Warum masturbieren Jungen so oft? Was treibt sie um vor, während und nach ihrem ersten Mal? Wie fühlt sich ein Mann bei der Liebe außerhalb eines sexualwissenschaftlichen Forschungslabors? Wohin fliegt er beim Orgasmus? Wie erlebt er seine Fruchtbarkeit? Ist er der einzige, der glaubt, immer zu früh zu kommen? Warum läuft es im Bett nach der Geburt eines Kindes anders als vorher?
 

 

Bernie Zilbergeld (2000): Männliche Sexualität. - Was nicht alle schon immer über Männer wußten ... . DGVT-Verlag, Tübingen. ISBN: 3922686648.

 

Nachdem die Sexualität der Frau und die damit verbundenen Probleme bereits seit einigen Jahren in die psychologische Literatur Eingang gefunden haben, soll nun die angeblich einfache und unbeirrbare männliche Sexualität genauer betrachtet werden.
Das Buch wendet sich vor allem an Männer, die mehr über ihre Sexualität lernen und über ihre eigenen Erfahrungen nachdenken möchten. Es enthält daneben Anregungen und Übungen, die der Entfaltung der eigenen Erlebnismöglichkeiten dienen können. Der Band eignet sich zudem als Lektüre für Fachleute, die in ihrer Praxis mit Problemen der Sexualität konfrontiert sind.

 

Jungen

Bergmann, Wolfgang (2005): Kleine Jungs - große Not. Broschiert. Walter-Verlag.

Hyperaktiv, aggressiv, orientierungslos, mit einer oft hauptsächlich weiblichen Umwelt konfrontiert - vielfältig sind die Probleme heutiger Jungen; gerade sie haben es besonders schwer. Der Kinderpsychologe Wolfgang Bergmann beschreibt eindrücklich die Not der kleinen Jungen und stellt vier Problemtypen vor. Ausgehend von den Besonderheiten der Entwicklung zeigt er, was die Suche nach einer männlichen Identität heute so schwierig macht. Der ungefilterte Einfluss der modernen Medien - sie prägen mehr als bisher angenommen die kindliche Seele -, fehlende männliche Vorbilder, mütterliche Umklammerung - das sind nur einige der Ursachen, die einer stabilen Persönlichkeitsentwicklung der Jungen häufig im Wege stehen. Anhand von zahlreichen Fallbeispielen zeigt der Autor, wie Eltern durch verlässliche Bindungen ihren Kindern zu mehr Halt und Sicherheit und somit einem innerlich freieren Leben verhelfen können. Der renommierte Kinderpsychologe Wolfgang Bergmann untersucht, warum es gerade für Jungen heute so schwierig ist, eine stabile Persönlichkeit zu entwickeln, und gibt Rat, wie ihnen Eltern dabei helfen können. Ein hochaktuelles, brisantes Thema, unverzichtbar für Eltern, Lehrer und Erzieher.

Bergmann, Wolfgang (20042): Das Drama des modernen Kindes. - Hyperaktivität, Magersucht, Selbstverletzung. Walter Verlag, Freiburg.

Das eindringliche Porträt einer halt- und schutzlosen Kindergeneration.

Sie wirken, als seien sie ständig auf der Suche, sind impulsiv, hyperaktiv. Sie ritzen und schneiden sich, hungern sich manchmal beinahe zu Tode: Kinder einer halt- und schutzlosen Generation, Verstörte und Störenfriede in einer glitzernden Medienwelt. Wer sind diese Kinder und Jugendlichen, die häufig in auf den ersten Blick harmonischen Familien aufwachsen, denen dennoch etwas Entscheidendes fehlt?

In eindrucksvollen Fallgeschichten zeichnet Wolfgang Bergmann das Psychogramm einer Generation, die in hohem Maß durch die zeitgenössische Medienwelt mit ihren Idealbildern geprägt ist. Klar und schonungslos benennt er die eigentlichen Ursachen dafür, dass Kinder zu Zappelphilippen oder magersüchtigen Narzissten werden. Und macht dennoch Mut, wenn er Eltern wieder lehrt, rückhaltlos ihrer natürlichen Elternliebe zu vertrauen. Neue kulturpsychologische Erklärungsmuster können helfen, Störungen zu erkennen und zu vermeiden.

 

Dieter Schnack & Rainer Neutzling (1990): Kleine Helden in Not. – Jungen auf der Suche nach Männlichkeit. rororo Sachbuch TB.

 

Die Frauenbewegung löste sinnvolle und konstruktive Diskussionen über die Erziehung von Mädchen aus. Allerdings wurde bei all den Bemühungen, Benachteiligungen von Mädchen abzubauen, stillschweigend angenommen, den Jungen ginge es gut, sie wüchsen in Freiheit und Zufriedenheit auf. Die beiden Autoren zeigen in diesem Buch, dass das nicht so ist.
 

 

Väter

 

Thomä, Dieter (2008): Väter. Eine moderne Heldengeschichte. Carl Hanser Verlag, München.

 

Das geflügelte Wort von den "Männern mit der verbalen Aufgeschlossenheit bei gleichzeitiger Verhaltensstarre" ist passé. Die jungen Väter von heute sind im Alltag ihrer Kinder weitaus präsenter als noch vor einigen Jahren. ... Für ihn sind die Schwierigkeiten der Männer letztlich auf den Zerfall des traditionellen Vaterbildes zurückzuführen. Diese Entwicklung habe bereits vor mehr als 200 Jahren mit der Entstehung unserer modernen Gesellschaften eingesetzt. Dabei habe sich die traditionelle patriarichale Ordnung aufgelöst. ...

 

Habeck, Robert (2008): Verwirrte Väter. - Wann ist der Mann ein Mann. Gütersloher Verlagshaus.

 

"Zwei Drittel der Väter sehen sich heute eher als 'Erzieher' denn als 'Ernährer' ihrer Kinder ..." Dass sie diesem Anspruch in der Praxis nicht gerecht werden, läge oft an ihren Partnerinnen: "Ich  ... kenne eine Reihe von Paaren, in denen die Frau ihrem Partner nach der Geburt des Kindes unmissverständlich gesagt hat, dass jetzt die Zeit des Lotterlebens, der Minijobs und des Prekariats vorbei zu sein habe und die erste Vaterpflicht sei, Kohle ranzuschaffen." ... Mit diesem Widerspruch, so Habecks zentrale These, würden die Männer ... allein gelassen.

 

Löwen, Navigo (2008): Meditationen für getrennte Väter. Books on Demand GmbH, Norderstedt, ISBN 978-3-8334-7457-6.

 

Viele Väter erleben ihre Trennung und Scheidung, besonders aber den dadurch entstandenen Verlust des täglichen Beisammenseins mit ihren Kindern als überaus schmerzvoll. Mit ihren erlernten Vorstellungen von Mann- und Vatersein ist dies nicht zu bewältigen. In Selbsthilfegruppen können Männer in solch schwierigen Lebenslagen Unterstützung finden. Hier werden viele ergreifende, traurige, fröhliche, solidarische Gespräche geführt, die ihnen weiterhelfen können. Die Erfahrungen vieler Väter in ähnlicher Situation führten zu den vorliegenden "Meditationen für Getrennte Väter". Sie konnten aus schmerzvollen Erfahrungen ein neues Lebenlernen entwickeln. So entstand in ihnen auch ein weiterentwickeltes Selbstverständnis als Mann und ein neues Selbstbewusstsein als Vater ihrer Kinder und als Partner in ihren neuen Beziehungen. Die hier gesammelten 365 Tagestexte sind deshalb eine behutsame und freundliche Hilfe bei der Gestaltung eines neuen Lebens.

 

Amendt, Gerhard (2004): Scheidungsväter. Ikaru-Verlag.

 

In unserer Studie wollten wir die Gefühle in Erfahrung bringen, die für betroffene Männer mit der Scheidung, der Besuchsregelung und den Unterhaltszahlungen verbunden waren, – Dimensionen scheidungsväterlicher Erfahrung, die in Gesellschaft und Politik bislang auf Desinteresse gestoßen sind. Wir wollten beim Namen nennen, was allgemein tabuisiert wird, und richteten unser Augenmerk auf das, was hinter der erzwungenen oder freiwilligen Helden-Fassade in Männern ebenso anzutreffen ist: Schwäche, (Selbst-)Zweifel, Enttäuschung und Unsicherheit! Wer Schambesetztes im Leben von Männern anerkennt, ohne mit Verachtung darauf zu reagieren, der trifft auf Gesprächsbereitschaft und verschüttete Gefühle. Mithilfe detaillierter Fragebögen, die eine Vielzahl von Zuordnungsmöglichkeiten boten, gelang es uns, die ganze Skala dieser Gefühle und Erfahrungen zu erfassen.

 

Banks, Ian  (2003): Vater sein dagegen sehr... -Kluger Rat für werdende und erziehende Väter und ihre Partnerinnen. Oesch Verlag.

Vater zu werden fällt bekanntlich nicht schwer, Vater zu sein dagegen ist häufig ein beschwerlicher Weg, der mit manchen Fallgruben und Fettnäpfen gepflastert ist. Und oft endet das Abenteuer Vaterschaft in Frust und Streit. Denn viele Männer sind auf ihre neue Rolle als Väter gänzlich unvorbereitet. Hier schafft Ian Banks Abhilfe. Er bietet Rat für werdende Väter, die ihrer Partnerin und ihren Kindern Stütze, Hilfe, Freund und Berater sein wollen.

Natürlich ist Vater sein dagegen sehr... auch etwas für Frauen. Sei es, um selbst guten Rat zu finden, oder auch, um zu lernen, den Vater im Manne zu verstehen, zu fördern und – wo notwendig – liebevoll zu lenken. Zum Wohl und zur Freude der Kinder, der Familie und der Liebe.

Der Autor:

Dr. med. Ian Banks, geb. 1950 in Liverpool, ist heute als Notfallmediziner und praktischer Arzt in Nordirland tätig. Zudem ist der Autor Chefredakteur der Zeitschrift ,Men’s Health’. Banks, der selbst Vater von vier Kindern ist, vertritt die praktischen Ärzte im britischen Ärzteverband, leitet dessen Arbeitsgruppe ,Männerheilkunde’ und wirkt im Verband europäischer Krankenhausärzte aktiv mit. Armin Bettinger & Hubert Kößler (2000) (Hg.): Vatergefühle. Kreuz-Verlag, Stuttgart. Um Gefühle soll es gehen. Und um wichtige Stationen einer Väterbiografie. Herausgekommen sind zehn sehr unterschiedliche Geschichten. Zum Teil persönlich, zum Teil therapeutisch. Los geht's mit „Vor Gebrauch schütteln“ Wozu man einen Vater gebrauchen kann". Befremdlich, denn weder möchte ich alltäglich durchgeschüttelt noch wie eine Spraydose benutzt, geleert und weggeworfen werden. Aber dann wird Armin Bettinger persönlicher, berichtet von seinen Erfahrungen als Sohn, den Leistungsanforderungen, denen er gerecht werden musste und die er unbewusst weitergibt, vom Leistungsstress ein guter Vater zu sein, von Bewertungen und von Väterseminaren. Und dass ein guter Vater der ist, der wichtige Erfahrungen weitergibt und der Spaß am Zusammenleben mit seinen Kindern hat. In weiteren Geschichten geht es um Sex und warum ein Kind das beste Verhütungsmittel ist. Um die Gefühle und Lebenslagen eines Vaters eines behinderten Kindes. Um Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach und wie Väter sie erleben. Um wütende Väter, schweigende Väter, getrennt lebende Väter. Um die Gefühle, wenn die Kinder aus dem Haus gehen. Um Gott Vater und warum die Mutter gleich mitgesprochen werden sollte. Und um ein Wochenende eines erwachsenen Mannes mit seinem Vater, an dem sie sich nach Jahren der Funkstille wieder näher kamen. Herausragend Hans Jellouscheks Beitrag "Hättest du doch geredet". Anhand von Peter Härtlings autobiografischem Roman "Nachgetragene Liebe" und Erfahrungen aus seiner therapeutischen Praxis weist er nach, wie das Schweigen des Vaters die werdende männliche Identität des Jungen mißachtet, abwertet oder gar zerstört. Hier liegen die Wurzeln männlicher Versagensängste in Beruf, Partnerschaft und Vaterschaft. Und: Oft geben Söhne diese Erfahrung an ihre eigenen Kinder weiter. Sich mit der eigenen Geschichte und der des Vaters beschäftigen, darüber sprechen, liebevolle und freundschaftliche Beziehungen zu Männern aufbauen, das ist die beste Möglichkeit, die Tradition des Schweigens zu durchbrechen. Insgesamt mutet das Buch ein wenig nach Sammelsurium an, von allem und jeder Lebenssituation ein bisschen. Da bleibt dann der Tiefgang ab und zu auf der Strecke. Auch sind nicht alle Autoren völlig stilsicher. Männerportraits und Bekenntnisliteratur gab es schon vor 15 Jahren, in dieser Hinsicht bieten Kößler und Bettinger nichts Neues. Mit Hermann Bullinger, Hans Jellouschek, Bernd Leibig und Markus Krämer sind jedoch viele "Promis` der evangelischen oder christlich beeinflussten Männerarbeit in diesem Band versammelt. In ihren Texten spürt man Erfahrung und fundiertes Wissen, in ihrer Gesamtheit bieten sie einen guten Überblick über die Bandbreite der Diskussion des Väterthemas in den Kirchen. Spätestens seit der Studie "Männer im Aufbruch` von Volz/Zulehner ist die kirchliche Männerarbeit ein nicht mehr wegzudenkender Faktor neben der Männerbewegung. Eine Beschäftigung mit ihren Themen und Thesen kann die Männerbewegung nur bereichern.  (Rezension von Ralf Ruhl)

Lothar Beyer (2000): Das Baby-Buch für neue Väter. - Was Ihr Kind jetzt von Ihnen braucht.  Mosaik-Verlag.

 

Er macht sich Sorgen, weil das Baby die Nahrungsaufnahme verweigert. Er hat nachts kaum geschlafen, weil der Frischling ihn davon abhielt, muss aber am nächsten Tag trotzdem im Job funktionieren. Und mittags in der Kantine kann er sich den Familienstress noch nicht einmal von der Seele reden. Je mehr Männer ihre Rolle als Vater ernst nehmen, desto mehr empfinden sie die Doppelbelastung als Ernährer und Elternteil. Jenseits männlicher Verdrängung einerseits und ideologischer Aufladung andererseits regt Lothar Beyer eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex Vaterschaft, Familie und Arbeitsplatz an und gibt praktische Tipps zur Bewältigung von Konflikten. 

Kinder sind in der männlichen Arbeitswelt tabu, Väter, die Erziehungsurlaub nehmen, noch immer die Ausnahme. Das Verständnis für dieses Dilemma ist nach Ansicht des Autors eine wesentliche Voraussetzung für Väter und auch Mütter, mit den Ansprüchen des Elternseins besser fertig zu werden. 

Oft entstehen Spannungen in der Partnerschaft aus dem Gefühl heraus, dass die Kinderarbeit nicht gerecht aufgeteilt ist. Mit Hilfe eines Fragebogens des US-Psychologen James Levine können sich Eltern über gegenseitige Ansprüche klar werden. Lothar Beyer nennt konkrete Problemlösungen und betont, wie wichtig der Austausch mit der Partnerin -- möglichst auch an babyfreien Abenden -- ist. Weiterhin beschreibt er die typischen Unterschiede im Umgang mit dem Baby -- verkürzt: Väter spielen mehr, Mütter sind eher fürs Füttern, Pflegen und Schmusen zuständig -- und arbeitet ihre Bedeutung heraus. 

Das Buch enthält zudem einen Überblick über die wesentlichen Entwicklungsschritte des Babys und geht auf zentrale Erziehungsfragen ein: Ein guter Ratgeber, nicht nur für neue Väter. -- Rezension von Judith Kunz  

Gerhard Amendt (1999): Vatersehnsucht. - Annäherung in elf Essays. Broschiert - 310 Seiten Universität Bremen. ISBN: 3887224523.

 Man nehme das klassische Bild einer Familie: Die Mutter bleibt zu Hause und kümmert sich um die Kinder, der Vater verdient das Geld und hat oder nimmt sich keine Zeit für seine Söhne und Töchter. „Dabei ist die Vatersehnsucht bei Söhnen - und vermutlich auch bei Töchtern - groß", sagt der Bremer Sozialwissenschaftler Gerhard Amendt. Gestern stellte der Uni-Professor vom Institut für Geschlechter- und Generationenforschung seine neue, nicht repräsentative Studie vor. Dabei befragte er 505 Männer im Alter zwischen 20 und 60 Jahren in ganz Deutschland über ihr Verhältnis zu Mutter und Vater. 

Amendts persönliche These nach der Auswertung: Die von der Gesellschaft und Partnerschaft enttäuschten Mütter suchten sich als Kompensation für Versäumtes ihren Sohn aus. Amendt, der sich immer wieder mit Studien zu „familiären" Themen ins Gespräch brachte, macht seine Erkenntnis vor allem an einer Aussage fest: Auf die Frage „Waren Sie der geheime Vertraute Ihrer Mutter?" hätten 53,7 Prozent der Befragten dies bestätigt. Amendt: „Viele haben sich in dieser Situation überfordert gefühlt, dass frustrierte, übermächtige Mütter sich bei ihnen einen Ausgleich für entgangenes Glück suchten." 
 
So appellierte der Wissenschaftler nunmehr an die elterliche Verantwortung und an die Gesellschaft, „die Väter wieder mehr ins Visier zu nehmen. Wir müssen uns bewusst werden, wie bedeutsam Väter auch emotional für ihre Kinder sind." Es reiche nicht aus, zuverlässig Geld zu verdienen. Amendt betonte zugleich: „Wo immer ein Vater aus der Familie wegtritt oder weggetreten wird, gibt es Vatersehnsucht." Oft könnten die Kinder diese Sehnsucht aber nur durch eine Beschimpfung des Vaters ausdrücken. (Rezensent: Reinhold Schoeler, Bremen: Bestellung).

 

Männliche Initiation

 

Robert Bly (1993): Eisenhans. –Ein Buch über Männer. Knaur.

 

Die Geschichte vom Eisenhans lehrt uns, wie wesentlich es ist, aus dem Reich der Mutter in das Reich des Vaters zu gelangen. Und aus allen Initiationsgeschichten lernen wir, wie wichtig es ist, dass wir uns von den Erwartungen unserer Eltern gänzlich lösen und uns einen zweiten Vater oder „zweiten König“ suchen (entnommen aus dem o.g. Buch, S.10).

 

Michael Meade (1994): Die Männer und das Wasser des Lebens. – Wege zur wahren Männlichkeit.

 

So etwas wie die Fortsetzung des Eisenhans. Märchen aus den verschiedensten Kulturkreisen erzählen von den Stadien der männlichen Initiation. Ein fundiertes und interessant geschriebenes Buch über die männlichen Archetypen.
 

Sam Keen (1993): Feuer im Bauch. - Über das Mann – Sein.

 

Der Autor unterzieht das Verhältnis von Mann und Sex, Mann und Krieg, Mann und Arbeit einer kritischen Betrachtung und zeigt auf, wie Männer den Weg von der Gebrochenheit zur Ganzheit finden können.
 

Robert Moore & Douglas Gillette (1992): König, Krieger, Magier, Liebhaber. Kösel-Verlag.

 

Ein fundiertes und interessant geschriebenes Buch über die männlichen Archetypen (zur Zeit vergriffen, in der Bücherei erhältlich oder Freunde fragen, ob sie dieses Buch haben)

 

Ton van der Kroon (20003): Die Rückkehr des Löwen. - Von Liebe, Lust und Herzenspower.

 

Wem die klassischen Männerbücher zu stark von der amerikanischen Gesellschaft geprägt sind, findet hier das europäische Gegenstück: Dieses Buch eines holländischen Autors ist gleichzeitig spirituell, pragmatisch und theoretisch fundiert; absolut lesenswert.

 

Malidoma P. Somè (19963): Vom Geist Afrikas. - Das Leben eines afrikanischen Schamanen. 

 

Männliche Initiation in Afrika. Die Erzählweise des Autors trennt nicht - wie wir es von den Männerbüchern in der von den Naturwissenschaften beeinflussten europäisch-amerikanischen Welt gewohnt sind - zwischen mythischer und realer Ebene. Für Leser, die sich darauf einlassen können, ein spannendes und wichtiges Buch.
 

Daniel Odier (1997): Tantra. Eintauchen in die absolute Liebe. - Eine Initiation im Himalaya.

 

Ein Franzose reist nach Indien und sucht dort eine Tantra-Meisterin, die ihn auf die überlieferte Weise initiiert. Die gängige und durchaus richtige These der Männerbewegung, dass ein Junge nur durch ältere Männer zum Mann gemacht werden kann, ist nicht vollständig; sie verschweigt die sexuelle Initiation durch die erfahrene Frau, die in diesem Buch spannend und eindringlich geschildert wird.

 

 

Frauen als Täterinnen

 

Elz, Jutta (2009) (Hrsg.): Täterinnen – Befunde, Analysen, Perspektiven. Kriminologie und Praxis: Band 58, Wiesbaden: Kriminologische Zentralstelle e. V. (KrimZ), ISBN 978-3-926371-86-7. Info

 

Kathrin Kompisch (2006): Furchtbar feminin. Berüchtigte Mörderinnen des 20. Jahrhundert. Militzke Verlag.

 

Das Bild des Dritten Reiches ist geprägt von männlichen Nazi-Größen und ihren Mittätern. Einen Eindruck des breiten Spektrums weiblicher Täterschaft vermittelt das Buch von Kathrin Kompisch. Angefangen bei KZ-Aufseherinnen, über Frauen in Polizei, Justiz und im Kriegseinsatz, im Sozial- und Gesundheitswesen bis zu den am Holocaust beteiligten Schreibtischtäterinnen beschreibt und analysiert die Autorin, welche Rolle Frauen im Dritten Reich spielten.

 

Die im Buch dargestellten Fälle spannen einen Bogen von den rücksichtslosen Kindsmorden der Elisabeth Wiese 1904 in Hamburg bis zum Fall der Monika Weimar, dem Medienereignis der 1980er Jahre. Dabei treten neben bekannte Täterinnen wie Vera Brühne auch weniger prominente Mörderinnen wie Irmgard Swinka, die als eine der seltenen deutschen Serienmörderinnen gilt, Ruth Blaue, eine charismatische Gattenmörderin, oder wie die lesbischen Freundinnen Elli Klein und Grete Nebbe, die in den Goldenen Zwanzigern zu Giftmörderinnen aus Liebe wurden. Alfred Döblin verarbeitete deren Geschichte in seiner Erzählung »Die beiden Freundinnen und der Giftmord«.

Die unterschiedlichen Bilder von Mörderinnen sind – wie auch häufig die Morde selbst – abhängig von der Zeit, in der sich ihre Taten abspielten. Anhand der Darstellung der Täterinnen erlauben Geschichten von mordenden Frauen auch Rückschlüsse auf das herrschende zeitgenössische Frauenbild. Das Buch leistet so auch einen Beitrag zur Geschichte der Frauen im 20. Jahrhundert.

Kathrin Kompisch, M.A. - Historikerin - geboren 1973 in Hamburg, Studium dort 1996 - 2002 Geschichte, Vor- und Frühgeschichte sowie Sozial- und Wirtschaftsgeschichte; schon während des Studiums journalistisch tätig und Arbeit im Bereich History Marketing, Fach-Veröffentlichungen; hält wissenschaftliche Fachvorträge. Die Autorin lebt in Hamburg.

 

Geschlechter politische Debatte

Amareé, Claude (2008): Das wahre Gesicht des schönen Geschlechts. - Eine bitterböse Abrechnung mit der "emanzipierten" Frau. Books on Demand.

# Broschiert: 244 Seiten
# Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (4. November 2008)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3837072010
# ISBN-13: 978-3837072013

Kurzbeschreibung: Dieses Buch ist eigentlich nur für Männer geschrieben und sollte für diese zur Pflichtlektüre werden. In früheren Zeiten brachte der Klapperstorch die Kinder, bei der emanzipierten Frau ist es der Kuckuck. Auch ist es dem absolut nicht schönen Geschlecht gelungen, den Mann als Mörder, Vergewaltiger und Kinderschänder zu präsentieren und alle Welt glaubt es. Die Wirklichkeit sieht gänzlich anders aus: Frauen ermorden neunmal häufiger ihre Kinder als Männer. Ebenso häufig missbrauchen Frauen ihre Kinder sexuell, aber immer sind es die Männer. Frauen sind bindungsunfähig und zu einer Partnerschaft nicht geeignet. Frauen wollen auch keinen Sex und erst recht keine Kinder. Aus diesem logischen Grunde sind feste Beziehungen oder gar eheliche Bindungen mit Frauen höchst problematisch und für jeden Mann dringend abzuraten. Ohne Ehefrau wird kein Mann mehr geknechtet und ausgebeutet. Wir Männer haben genug von diesen emanzipierten, für nichts zu gebrauchenden Frauen. "Männer, die mit Frauen am besten auskommen, sind dieselben, die wissen wie man ohne sie auskommt". Charles Baudelaire, frz. Schriftsteller, 1821-1867

Klonovsky, Michael (2008): Das geschwächte Geschlecht. - Gegen die Benachteiligung und Abwertung von Männern. Fokus Nr. 41 vom 06.10.08, S. 126-128.

Klonovsky, Michael (2008): Allmählich regt sich Widerstand. - Interview mit Prof. Walter Hollstein über Diskriminierung, männliche Wünsche und die "Frauenzentriertheit" hiesiger Debatten. Fokus Nr. 41 vom 06.10.08, S. 130-133.

Xenos , Michail A. (2007): Medusa schenkt man keine Rosen. - Eine untypische Einstimmung in das 'Jahrhundert der Frau', Manuscriptum Verlag, Leipzig.

Kurzbeschreibung

Wie kommt es, daß in Zeiten verordneter Geschlechtergleichbehandlung das öffentlich-rechtliche Fernsehen Filme wie Nur ein toter Mann ist ein guter Mann sendet? Daß eine Ethik waltet, die in Kriegen und Konflikten nur Frauen und Kinder als Opfer wahrnimmt, Männer hingegen gern als Täter stigmatisiert? Was bedeutet es, daß jährlich landesweit mit enormem Aufwand Girls Days begangen und Alphamädchen mit Mediengetöse gefeiert werden, während die Vernachlässigung der Jungen dem Land einen Fachkräftemangel beschert? Wie konnten sich absurde Schreibweisen wie BürgerInnen in die öffentliche Schriftsprache einnisten? Daß all dies keine Possen sind, sondern Folgen eines ausufernden Feminismus, der seit mehr als 30 Jahren nicht nur in den Medien, sondern, gestützt von einer infiltrierten Politik, auch in der gesellschaftlichen Praxis sein Unwesen treibt, analysiert der Autor gedankenscharf und sprachlich brillant. Er zeigt die absurden Konsequenzen und realen Gefahren dieser Bewegung, weist aber auch nach, wie sich in der Geschlechterdebatte allmählich, aber unverkennbar ein Wandel vollzieht.

Hoffmann, Arne (2007): Männerbeben: Das starke Geschlecht kehrt zurück. Lichtschlag Verlag, Grevenbroich.

 

Kurzbeschreibung
Wenn es um das Geschlechterthema geht, sprechen unsere Medien 24 Stunden am Tag ausschließlich über "Benachteiligungen von Frauen". Wie kam es dann, dass sich hierzulande in den letzten Jahren eine Männerbewegung herausbildete, die hieb- und stichfest belegt, dass in mehreren Dutzend Feldern Männer benachteiligt werden? Was fordern Gruppen wie MANNdat, der Väteraufbruch und die Männerpartei, damit sich das ändert - und wie verschaffen die Männerrechtler sich damit Gehör in einer Gesellschaft, die in Politik und Medien so einseitig auf die Anliegen von Frauen ausgerichtet ist?

Arne Hoffmann gab im Jahr 2001 mit seinem Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" einen der wesentlichen Anstöße für diese neue Form von außerparlamentarischer Opposition, und er steht noch heute in ihrem Zentrum. In seinem neuen Standardwerk "Männerbeben" schildert er auf hochspannende Weise die Kinderjahre dieser jungen Bewegung für Emanzipation und Gleichberechtigung, und er porträtiert ihre wichtigsten Pioniere in überraschenden Interviews. Zuletzt macht er Ihnen, dem Leser, Vorschläge, wie Sie diesen Kampf unterstützen und damit selbst von gesellschaftlicher Bedeutung werden können.

Martin van Creveld (2003): Das bevorzugte Geschlecht. Gerling Akademie Verlag.

 

Crevelds provokante These lautet: Die Unterdrückung der Frau ist eine in die Irre führende Legende des Feminismus. Warum bezeichnet sich in den Vereinigten Staaten nur eine von drei Frauen als Feministin, während viele andere diesem Begriff extrem ablehnend gegenüberstehen? Warum haben von Florence Nightingale bis Simone de Beauvoir viele berühmte Frauen gesagt, dass sie nie unter den Benachteiligungen litten, die angeblich mit ihrem Geschlecht verbunden sind? Und weshalb ergeben Umfragen unter Frauen der verschiedensten Nationalitäten, dass die meisten von ihnen sich nicht diskriminiert fühlen? 
Martin van Creveld hat mit seinem jüngsten Buch eine antifeministische Polemik verfasst. Seine provokante These lautet: Frauen werden nicht unterdrückt und sind nie unterdrückt worden. Sie sind das eigentlich privilegierte Geschlecht und sind dies auch in der Vergangenheit immer gewesen. 
Dazu führt Creveld zahlreiche Beispiele aus Geschichte und Gegenwart an. Als Kinder werden Frauen sanfter behandelt. Als Erwachsene stehen sie unter geringerem Druck, sich zu behaupten und ihren Verpflichtungen nachzukommen. Im Berufsalltag übernehmen sie weniger als die Hälfte der Arbeit. Und im Wirtschaftsleben sind sie oft in der beneidenswerten Situation, Geld ausgeben zu können, ohne es verdienen zu müssen. 
Vor diesem Hintergrund ist es für Creveld plausibel, dass die meisten Frauen mit ihrem Los offenbar mehr und weniger zufrieden sind und dass nicht mehr Frauen ihre Kosmetika weggeworfen und ihre BHs verbrannt haben, um in die Blaumänner zu steigen und männliche Berufe auszuüben. 
Die Botschaft am Ende seines Buches: Jede Medaille hat zwei Seiten. Wenn Frauen Männern auch nicht in jeder Hinsicht gleichkommen, so sind sie ihnen gegenüber doch in vielen anderen Dingen bevorzugt. Für jeden Nachteil, den sie erleiden müssen, gibt es ein Privileg, das sie allein genießen. Dafür sollten sie ein Bewusstsein entwickeln, um das Zusammenleben und das Verständnis zwischen den Geschlechtern zu erleichtern. (Martin van Crefeld ist Professor für Geschichte.)

Arne Hoffmann (2001): Sind Frauen bessere Menschen? - Plädoyer für einen selbstbewussten Mann. Schwarzkopf u. Schwarzkopf-Verlag, Berlin. 

»Männer haben bei Frauenthemen - und welche das sind, das bestimmen auch Frauen - kein Rederecht.« So beschreibt die kritische Feministin Katharina Rutschky die aktuelle Situation. Dieses Buch fordert sein Rederecht ein. Ohne Angst vor heißen Eisen, aber mit minutiöser Recherche stellt es ein längst überfälliges Grundlagenwerk der deutschen Männerbewegung dar. Seine Botschaft: Männer und Frauen können nicht erfolgreich auf der Grundlage von politisch korrekten Halbwahrheiten und Schweigetabus zusammenleben. Darum spricht es Klartext. 

... Dabei erweisen sich viele Geschlechterklischees, die heute fast als Binsenweisheiten diskutiert werden, einmal auf den wissenschaftlichen Prüfstand gestellt, als Fehlurteile: So zeigen sich Männer weder als aggressiver, noch als beziehungsunfähiger als Frauen. Auch werden Gewalt in der Partnerschaft und sexuelle Übergriffe keineswegs weit überwiegend durch männliche Täter bestimmt. Und selbst die klassische Behauptung, Frauen würden im Job und in der Politik von Männern diskriminiert, lässt sich kaum aufrechterhalten.

Peter Köpf & Alexander Provelegios (2000): Der Winterschlaf der Männer ist vorbei.  Kreuz-Verlag, Stuttgart.

Endlich ein Autoren-Team, das den Mut hat, die Dinge beim Namen zu nennen. In ihrem Buch zeigen Peter Köpf und Alexander Provelegios auf, wie unterschiedliche Maßstäbe an Männer und Frauen zu Ungunsten der Männer angelegt werden und ein und dasselbe Verhalten bei Männern negativer bewertet wird. Populären Behauptungen, beispielsweise von der größeren Arbeitsbelastung durch die Doppelbelastung, der schlechteren Bezahlung bei gleicher Qualifikation und der geringeren Gewaltbereitschaft von Frauen, treten die Autoren mit sozialwissenschaftlichen Untersuchungen entgegen, die zeigen, dass die zeitliche Belastung bei Männern höher ist, das Frauen nicht weniger verdienen, wenn Faktoren wie Alter und Beruf berücksichtigt werden und das Frauen in Partnerschaften nicht nur häufiger gewalttätig werden, sondern das diese Gewalt auch in der Mehrzahl der Fälle von Frauen initiiert wird. Doch dies sind nur einige Beispiele aus dem reichhaltigen Material. Obwohl die Autoren manchmal genauso pauschal von "dem Feminismus" sprechen, wie dieser von "den Männern", und obwohl sie entschieden einen Feminismus der Prägung Alice Schwarzer's entgegentreten, stimmen sie einen versöhnlichen Ton an. Sie lehnen einen Kampf der Geschlechter gegeneinander ab und befürworten eine Veränderung der Erwartungen durch ein faires Miteinander. Das ganze Buch ist sehr gut lesbar geschrieben. Der Text wird durch ein fortlaufendes Fallbeispiel illustriert und durch eingeschobene Kästen mit Untersuchungen, Politikerkommentaren u.ä. ergänzt. Ich kann diesem Buch nur eine große Verbreitung wünschen.

Paul-Hermann Gruner (2000): Frauen und Kinder zuerst. - Denkblockade Feminismus. Rowohlt Taschenbuch Verlag; 7,50 Euro.

Mit seiner Streitschrift "Frauen und Kinder zuerst" hat der Politikwissenschaftler, Autor, Redakteur und bildender Künstler Paul-Hermann Gruner (Jahrgang 1959) den ersten Schritt zur "Befreiung der Männer von der Frauenherrschaft" gewagt. Nach seiner Einschätzung glauben viele Männer immer noch , dass diese Gesellschaft zu ihren Gunsten funktioniert, dass die Welt im Patriarchat steckt. Doch Männer kommen in dieser patriarchalischen Welt denkbar schlecht weg. Die Frauen seien die stillen Nutznießer dieses Systems geworden. Es seien immer nur die weiblichen Probleme, die in Zeitschriften diskutiert werden und über die sich die Wissenschaftler die Köpfe zerbrechen. Dabei seien Männer die eigentlichen Opfer: Sie sterben sieben Jahre früher als die Frauen. Zu verdanken hätten die Frauen diese höhere Lebenserwartung allerdings nur dem von Männern vorangetriebenen Fortschritt.

Ebenfalls ein Zeichen für die Opferrolle des Mannes in der Gesellschaft seien die nahezu durchwegs männlichen Obdachlosen, die in den Straßen der Städte leben. Und warum durften eigentlich in der Hochzeit des Patriarchats, beim Untergang der Titanic, kaum Männer überleben? Die Frauenbewegung vor 30 Jahren habe diese Rollen noch vertieft. "Versager sind männlich, Opfer sind weiblich" schreibt Gruner provokativ. So könne sich die Frau als potentielles Opfer vor Verantwortung drücken und ihr käme eine ständige Sonderbehandlung zu. "Frauen und Kinder zuerst" ist eine Streitschrift, mit "einigen bösen Anmerkungen zu einigen bösen Schnitzern, die sich die Frauenbewegung erlaubt." 

Männergruppen

Thomas Ullrich (Hrsg.) (2000): Männer-Einblicke. Klemm & Oelschläger-Verlag.

Der Herausgeber ist Diplom Sozialarbeiter und seit Jahren in der Männerarbeit tätig. Das Buch erscheint am 25.11.2000 anlässlich des 5. Ulmer Männertages.

Ihre Erfahrungen mit sich selbst, die Begegnung mit sich selbst steht dabei im Mittelpunkt. Hier geben Männer Einblicke in ihr Denken und Fühlen. Die Motivation diesen Prozess öffentlich zu machen, spiegelt ein neues Selbstbewusstsein und eine neue Offenheit im Umgang mit den eigenen Stärken und Schwächen wieder. Dies soll anregen, und zu kritischen Auseinandersetzung mit sich selbst und anderen Männern einladen. Nicht jammernd und klagend, nicht in kumpelhafter Schulterklopferei und „nadaswirdschonwieder“ Solidarität, sondern in ehrlicher und respektvoller Konfrontation. Dieses Buch will aber nicht nur Männer ansprechen, sondern auch Frauen. Nicht selten stehen und standen Frauen hinter der Entscheidung mancher Männer, sich der Auseinandersetzung mit dem Mannsein zu stellen. Die Autoren sind Männer wie du und ich. Männer ohne besondere Vorzeichen und Merkmale. Männer aus Wirtschaft und Technik, aus der Verwaltung und von der Werkbank. Männer von 30 bis 60.

Männer in den Wechseljahren

Jed Diamond (1999): Der Feuerzeichen-Mann. - Wenn Männer in die Wechseljahre kommen. C.H. Beck, München 343 S. DM 19,90

Was sich hinter einem Feuerzeichenmann verbirgt, drückt der amerikanische Orginaltitel "Male Menopause" nicht erst in der Unterzeile aus. Diamond hat mit diesem Buch erstmals auf einem populärwissenschaftlichen Niveau die bisher verschwiegene Lebensphase von Männern zwischen dem 40ten und 55ten Lebensjahr angesprochen, die im Deutschen auch als "Zweiter Frühling" bezeichnet wird. Da diese Zeit mit vergleichbaren Hormonveränderungen einhergeht, so Jed Diamond, verändert sich die Selbstwahrnehmung und das Denken der Männer in ähnlicher Weise wie in der Pubertät.
Mit ihm nimmt sich "einer der führenden Köpfe in der amerikanischen Männerbewegung" eines Themas an, das in unserer jugendlichen Gesellschaft bisher kaum Beachtung findet. Dank seiner fleißigen Recherche kommt auch eine beachtliche Anzahl Beweise zusammen, die seine Theorie der männlichen Wechseljahre belegen.
Nach einer Analyse der Situation unsere immer strukturloseren Welt, beschreibt er, an was es fehlt und gerade uns Männern mangelt. "Wir Männer haben es ziemlich weit kommen lassen“, so die Sicht des Autors. Wir sind nicht nur für den schlechten Zustand der Gesellschaft verantwortlich, der sich in Drogenproblemen, Gewalt gegenüber Frauen, Gewalttätigkeit unter Jugendlichen, Gewalt unter Männern etc. zeigt, nein, wir sind auch "einer der Hauptgründe (für die) globale Umweltkrise" (S. 73).
Das heißt nicht: Alle Männer sind dafür verantwortlich. Sondern nur die, die nie ihre Menopause angenommen haben, immer noch das gesellschaftlich vorgegebenen Männerbild des ewig jugendlichen, gut aussehenden und potenten "Monsterjungen" verfolgen. Also die Männer, die nie zu einer "gesunden Männlichkeit" heranwachsen und die dringlich benötigte Vaterrolle, um nicht zu sagen Großvaterrolle, annehmen wollen. Eine Aufteilung in Gut und Böse gelingt sehr einfach, wenn man, wie J. Diamond es tut, alle historischen und politischen Zusammenhänge ausgeklammert. Welchen Anteil Frauen an diesem Zustand auf Erden haben, wird nur angeschnitten - aber das Buch ist in erster Linie ja auch ein Appell an die Männer, sich zu verändern.
Helfende Begleitung bei dieser Veränderung können dem Mann nur andere Männer bieten, wie J. Diamond in seiner Männergruppe erfahren hat. Wie in der Pubertät benötigt er eine Vaterfigur, denn nur mit einen positiven Vorbild kann 'Mann" die kritische Lebensphase durchstehen. Da der leibliche Vater in diesem Mannesalter meist verstorben ist, kann der "Menopausen‑Mann“ nur Unterstützung bei anderen Männern finden. Danach aber wird sich vieles zum Guten verändern, denn "ein Mann der die Menopause erfolgreich hinter sich gebracht hat, fühlt sich stolz, stark und liebevoll. Er kann mit einer starken Frau zusammen sein, ohne sie klein zu halten.... kann ihr ein gleichberechtigter Partner werden' (S. 68). Daß darauf vorher keiner gekommen ist, verwundert mich schon etwas wenn es so einfach ist.
Bei der Antwort auf die Fragen "Was wollen Männer/Frauen wirklich?" (S. 172ff) werden alte Stereotypen wiederholt, die sich auf die reine Fortpflanzungsfunktion beider Geschlechter reduziert. Dies ist für einen Autor mit einem männerbewegten Hintergrund ein Armutszeugnis. Wenigstens hier sollte ein Schwarz-Weiß-Denken überwunden werden, da das Mannsein sich nicht auf die Anzahl der gezeugten Kinder reduzieren lässt. Die "ganzheitliche" Sicht auf den Mann allerdings hält der Autor bei der Schilderung der Probleme in einer verfälschenden Art und Weise durch. Dieses Vermischen von wissenschaftlichen Erkenntnissen mit esoterischen Ansichten, von dokumentierten wissenschaftlichen Aussagen mit eigenen, ganz subjektiven Erfahrungen, dient nicht seinem Anliegen, die Männer über diese Lebensphase mit all ihren Veränderungen aufzuklären.
Ich wünschte mir, J. Diamond hätte sich beschränkt. Sich auf eine Aufklärung des nicht beachteten Lebensabschnittes der Männer konzentriert und nicht ein weiteres ganzheitliches, gesellschaftliches Manifest in diese Welt gestellt. Manchmal ist weniger mehr.
Ob es nun die "Wechseljahre des Mannes" gibt: Dies zu beurteilen und zu erfahren bleibt jedem Leser, jeder Leserin überlassen. Auf jeden Fall lohnt es sich das Buch zu lesen, da wir sehr viel über unseren unbekannten Körper und seine Funktionsweise erfahren. Weil wir Männer uns erst für unseren alternden Körper interessieren, wenn dieser nicht mehr funktioniert und/oder schmerzt, ist es für uns ein wichtiges Buch.
 

Verletzlichkeit bei Frauen

Wardetzki, Bärbel (2000): Weiblicher Narzißmus. - Der Hunger nach Anerkennung. Kösel, München

Klappentext: Viele Frauen besitzen kein stabiles Selbstwertgefühl. Nach außen zeigen sie eine intakte, selbstbewusste Fassade, hinter der sie sich jedoch verletzt, unsicher und minderwertig fühlen. Selbstwertschwache Frauen versuchen deshalb, durch besonders gute Leistungen, Perfektionismus und Attraktivität einem Idealbild von sich zu entsprechen. Bei einer Kränkung, Zurückweisung oder Kritik werden sie schnell unsicher und fühlen sich ungeliebt. Damit gehen Schwierigkeiten in Beziehungen einher, die sich zwischen den extremen Ängsten bewegen: der Angst, verlassen zu werden, und der Angst, vollkommen vereinnahmt zu werden. Die Autorin zeigt in ihrem Buch, wie alte, ungelöste Konflikte einem erfüllten Leben im Wege stehen können, und zeigt Möglichkeiten der Überwindung auf.

Unterhalt bei Gewalt, Gewaltschutzgesetz

 

Hoppenz, Rainer (2008, 2009): Der reformierte Unterhalt. Verlag: C.F. Müller.

 

S. 332-333

-     Beschränkung oder Wegfall der Verpflichtung insbesondere. ... ständig grobe Beleidigungen und Bedrohungen, falsche Anschuldigungen und Schädigung des Verpflichteten in seiner beruflichen und wirtschaftlichen Stellung bewusst falsche Strafanzeige.

-     Unterhalt beschränkt sich, kann auch zeitlich begrenzt werden. Ein völliger Wegfall des Unterhalts kommt in Betracht, wenn das Fehlverhalten des Unterhaltsbedürftigen so schwerwiegend ist.

 

Kogel, Walter (2007): Strategien beim Zugewinnausgleich, Verlag C.H. Beck München.

 

Bernd Heintschel-Heinegg (2006): Materielles Scheidungsrecht. Luchterhand.

 

Kury, H. & Obergfell-Fuchs, J. (2005) (Hrsg.): Gewalt in der Familie. - Für und Wider den Platzverweis. Lambertus, Buchbesprechung.

 

Rupp, Marina (2005): Rechtstatsächliche Untersuchung zum Gewaltschutzgesetz. Bundesanzeiger Verlag.
 

Susanne Baer & Birgit Schweikert (2002): Das neue Gewaltschutzrecht. Nomos.

 
Copyright © 1998 - 2011 Talisman Männerbüro Trier e.V.
Stand: 26. Januar 2011

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