Männer
Dick Masterson (2008): Men Are Better Than Women. Simon Spotlight
Entertainment.
Through a process of exhaustive man research he calls "keeping his
eyes open," Dick Masterson has compiled a Magnum-size list of the ways men are
better than women. It is an infallible compendium of man's greatness, filled
with the most egregiously fallacious arguments ever put to words, but with some
kind of miraculous, rock-solid man logic dripping like motor oil from every
sentence. It is a manifesto more memorable than bullshit like High Fidelity
or which Axe baby powder Maxim thinks you should slap on your nuts before
clubbing, more chock-full of devastating man quotes than Oscar Wilde with two
wangs. Most important, it is the only one of its kind. In Men Are Better Than
Women, Dick Masterson dispenses logic from his man mouth into the eyes of
his male readers like some kind of mighty mother man eagle with nutrient-rich
word vomit. It's a book that makes you feel like driving a train into a dynamite
factory and then tearing a telephone book apart with your bare hands, just
because that's the way men have always done it.
Masterson's chapters are simple and self-contained, demand no commitments
from readers, and have an immediate payoff. Men Are Better Than Women is
a dangerous work of satire -- not dangerous in a revolutionary sense, but
dangerous in that it walks the razor-thin line between cruelty and absurdity.
That line is called hilarious.
Trauer
Elizabeth Levang
(2002): Männer trauern anders. Herder Spektrum.
Klappentext:
Gefühle zu zeigen ist für Männer nach wie vor schwierig - auch wenn die
Vorstellungen darüber, was "typisch" männlich und weiblich ist,
sich deutlich verändert haben. Besonders in Situationen von Trauer und
Verlust reagieren Männer vielfach verschlossen - oft in dem Bemühen, anderen
Menschen Halt zu geben. Für Frauen wiederum kommen die Anzeichen von Trauer,
Leid und Sorge oft überraschend, und sie scheinen mitunter befremdlich.
Elizabeth
Levang lässt elf Männer zu Wort kommen. Sie erzählen von ihrer Trauer nach
einem Todesfall, nach dem Verlust des Arbeitsplatzes oder angesichts einer
schweren Erkrankung. Ihre Berichte machen deutlich, dass Männer und Frauen in
ihrer Trauer vieles gemeinsam haben, was die Gefühle angeht, die mit ihr
einhergehen. Sie zeigen aber auch, dass Männer mit diesen Gefühlen meist
anders umgehen als Frauen. Männer trauern anders, aber nicht weniger intensiv
als Frauen. Aus diesem Unterschied können Konflikte erwachsen. Frauen, die
darum wissen, fällt es leichter, Trauer bei Männern zu erkennen und zu
verstehen. Männer, die erleben, dass ihre Gefühle anerkannt werden, können
besser mit ihnen umgehen und sich anderen gegenüber öffnen. Missverständnisse
lassen sich so vermeiden; der Druck, in Job und Familie weiterhin ganz normal
"funktionieren" zu müssen, wird abgebaut. Ein Buch, das Mut macht,
Trauer nicht neben- oder gegeneinander, sondern gemeinsam zu bestehen.
Sucht
Hildegard Hoffmann (1990): Süchtig ... - Die
"andere" Seite von mir. Verlag kleine Schritte, Trier.
Die Wittlicher Autorin will mit ihren Erfahrungen
Betroffenen, Angehörigen, Freunden und Interessierten Mut machen: Mut zum
Sich-Aufmachen, Mut zum Sich-Öffnen, Mut zum Helfen und Mut zum
Sich-Helfen-Lassen. Der Band ist in Gedichtform abgefasst. Hier einige
Beispiele: Süchtig war ich, weil ich nicht Mensch sein wollte und zu meinen
Unvollkommenheiten nicht stehen wollte. Lange blieb ich süchtig, weil ich
keine Hilfe annehmen wollte. Süchtig wurde ich, weil ich mich irgendwann gegen
Kälte, Lieblosigkeit und Ungerechtigkeit nicht mehr gewehrt habe. Süchtig war
ich, weil ich Angst vor Neuem hatte und Angst vor Menschen. Und abschließend.
Süchtig war ich, weil ich einen Selbstmörder und Totschläger in mir hatte, den
ich immer wieder gegen mich arbeiten ließ.
Partnerschaft
Bucay, Jorge (2008): Liebe mit
offenen Augen", Roman, Ammann Verlag, Zürich.
Einen Roman zur Vermittlung
paartherapeutischer Empfehlungen hat der Argentinier Jorge Bucay geschrieben.
Die enorme Resonanz auf "Liebe mit offenen Augen" ist weniger der
schriftstellerischen Originalität als dem Aufwerfen einer viele interessierenden
Frage zu sehen: Wie in einer Beziehung autonomes Individuum bleiben und nicht
zur Hälfte werden?
Rhan, Ulla (2005): Fuck & Go. -
Warum Männer sich nicht binden wollen und Frauen daran schuld sind. Eichborn.
... mit viel bla bla
und Ironie hält die Autorin Frauen den Spiegel vor Augen, warum Männer die
Flucht vor ihnen ergreifen.
Erihs, Rainer J.G. (2005): Eine Sandburg in Lettland.
BoD GmbH, Norderstedt.
Der Autor hat
wirklichkeitsnah geschrieben. Er heischt nicht Mitleid, oder sucht gar nach
Entschuldigungen. Verkrachte Ehen besonders in der Midlifecrisis, übrigens
dies nicht nur bei Männer, sind an der Tagesordnung. Nur will niemand etwas
sich anmerken lassen. Interessant ist die Folge, welche Kettenreaktion so eine
Situation auslöst. Man muss schon einen starken Charakter haben, wenn man
solche Tiefschläge überwindet und dann immer noch aufstehen kann. Das Buch ist
Frauen wie auch Männern zu empfehlen. Der Autor sieht das Scheitern seiner
Beziehung wesentlich bedingt aufgrund des Altersunterschieds. Zudem hat er
sich finanziell runiniert.
Röhr,
Heinz-Peter (20058):
Narzissmus.
- Das innere Gefängnis. dtv-Taschenbuch. ISBN: 3-423-34166-1.
Bei einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung ist das
Bedürfnis nach Bewunderung und Anerkennung übermäßig. Narzisstische
Menschen hungern nach der vorbehaltlosen Liebe, die ihnen in der frühen
Kindheit versagt war. Doch sie können nicht satt werden, da sie mit falschen
Mitteln versuchen, diese Zuneigung zu gewinnen.
Im Grimmschen Märchen "Der Eisenofen" spiegeln
sich zwei typische Formen der narzißtischen Störung: Der in einen kalten Eisenofen
verwünschte Prinz steht für die häufig männlichen Betroffenen, die zum
Schutz vor übermäßiger Verletzlichkeit, innerer Wut und heftigem Neid ihre
Gefühle abgespalten haben und berechnend und rücksichtslos nach äußerer
Anerkennung streben. Die Prinzessin, die sich im Wald verirrt hat und einen
Retter braucht, steht für den "weiblichen" Narzissmus. Solche
Frauen haben ihr Einfühlungsvermögen hoch entwickelt, um stets den anderen
gerecht zu werden. Durch Selbstaufgabe und Verzicht auf eigene Bedürfnisse
hoffen sie, die ersehnte Liebe zu gewinnen. Wie Schloss und Schlüssel passen
die beiden zusammen, und nicht nur im Märchen werden sie oft ein Paar und müssen
in einem schmerzhaften Prozess ihr wahres, verletztes Selbst kennen lernen, um
zu reifen Persönlichkeiten zu werden.
Heinz-Peter Röhr vermittelt anhand des im Märchen
dargestellten Erlösungsweges von Prinz und Prinzessin sehr anschaulich das
notwendige Wissen über Entstehung, Verlauf und Heilungsmöglichkeiten dieses
außerordentlich verbreiteten psychischen Leidens. Das Buch richtet sich an
Betroffene, Familienangehörige und alle, die mit ihnen leben und arbeiten:
Sozialarbeiter, Seelsorger, Psychologen, Pädagogen ...
Röhr,
Heinz-Peter (2003):
Wege aus der Abhängigkeit.
- Destruktive Beziehungen überwinden. Walter-Verlag.
Gemeint ist hier die emotionale Abhängigkeit. Besonders
häufig bei Frauen vorkommend, jedoch auch nicht besonders selten bei Männern.
Also ein Buch für Männer und Frauen.
"Ich kann nicht nein sagen; ich kann nicht alleine sein; wenn ich in einer Beziehung lebe, ist es, als ob meine eigene Welt verschwindet" - so beschreiben Betroffene Beziehungsmuster krankhafter Abhängigkeit. Wie kommt es zu dieser Persönlichkeitsstörung, die wesentlich weiter verbreitet ist als selbst Experten bisher annahmen und oft zu Suchtverhalten, psychosomatischen Erkrankungen oder Depressionen führt? Anhand des Grimmschen Märchens "Die Gänsemagd" zeigt Hans-Peter Röhr, wie krankhafte Abhängigkeit entsteht und welche charakteristischen Formen und Spielarten sie annehmen kann. Einfühlsam erklärt er, wie gerade emotionaler Missbrauch in der Familie - im Märchen die Fixierung der Mutter auf die schöne Tochter - zur massiven Schädigung des Selbstwertgefühls führt. Dass und wie Befreiung daraus dennoch gelingen kann, führt der Autor am Entwicklungsweg der Königstochter auf eindrückliche Weise vor.
Herrmann, Horst (2003): Begehren, was man verachtet.
-
Männer haben Angst vor Frauen. Telos-Verlag, ISBN 3-933060-09-5.
"Titel und Untertitel dieses Buches lassen viele den
Kopf schütteln. Harte Männer meinen, das fehlte ihnen gerade noch, Angst vor
den "Weibern" zu haben. Und Frauen sagen, still oder laut, umgekehrt
sei es richtig: Männer machen uns Angst, Tag für Tag. Sie geben vor, uns zu
lieben, doch sie verachten uns - und kommen doch nicht los. Wenn jemand ein
Fehler der Natur ist, dann der Mann. Jetzt schüttle ich den Kopf und sage
nein. So angepasst sind sie alle, dass sie nicht einmal mehr merken, wie die
Dinge liegen. So zugerichtet ist ihr Denken und Fühlen. Gewiss stimmt manches
an dem, was sie sagen. Männer jagen oft Angst ein, werden laut, schrill,
gewalttätig. Aber warum das so ist, wird weniger laut gefragt und schon gar
nicht gesagt. Das hat mich geärgert. Offensichtlich soll etwas verdrängt
werden. Aber was? Die Angst der Männer vor den Frauen. Die Tragik, begehren
zu müssen, was man verachtet (H. de Montherlant)."
Der renommierte Autor Prof. Dr. Horst Herrmann lehrt seit
über 20 Jahren als Soziologe an der Universität Münster. Er hat zahlreiche
Bestseller veröffentlicht und ist PEN-Mitglied.
Moeller, Michael
Lukas (2000). Die Wahrheit beginnt zu zweit.
- Das Paar
im Gespräch. Rowohlt-Taschenbuch.
«Eigentlich wollten wir einfach
glücklich sein, aber wir konnten nicht miteinander reden.» Dieser Satz eines
Paares, das sich trennte, ist für mich der typische Abgesang der heute
allseits belasteten Beziehungen.
Gibt es überhaupt noch eine Chance für
eine bessere Beziehung? Ich glaube, ja. Miteinander Reden macht glücklichere
Paare. Nur wie? Der entscheidende Weg ist das wesentliche Zwiegespräch. Die
in ihm enthaltenen Grundansichten aus der Psychoanalyse der Zweierbeziehung
haben auch mein Paarleben tief greifend verändert. Ein Paar: «In den letzten
drei Monaten mit Zwiegesprächen haben wir mehr voneinander erfahren als in
zehn Ehejahren vorher.»
Gray, John (1993):
Männer sind anders. Frauen auch. Goldmann TB.
Männer sind vom Mars,
Frauen von der Venus. Diese griffige These hat den Kommunikations-Psychologen
John Gray bekannt (und reich) gemacht. Das hier vorgestellte Buch ist
zweifelsohne sein bestes Werk. Die anderen Bücher desselben Autors können hier
nicht empfohlen werden; denn teils wird das Grundthema nur mit Variationen
wiederholt, teils demonstriert der Autor unfreiwillig seine Inkompetenz auf dem
Gebiet der Sexual-Psychologie.
Verletzlichkeit
bei Männern
Zschirnt, Christiane (2005): Keine Sorge, wird schon schief gehen. - Von der Erfahrung des Scheiterns und der Kunst damit umzugehen.
Goldmann.
Scheitern wird oft mit Versagen gleichgesetzt oder als Niederlage empfunden.
Dass darin auch eine Chance stecken kann, zeigt Christiane Zschirnt anhand von
literarischen und historischen Beispielen. In ihrem Essay "Keine Sorge, wird
schon schief gehen" weist sie nach, dass Scheitern sogar zu Größe führen kann.
Nicht nur Arbeitslose schlagen sich mit der Erfahrung des Scheiterns herum.
Auch Karrierehoffnungen erfüllen sich nicht immer, oder es hat einer etwas
Tolles erfunden, was dann aber den Wirklichkeitstest nicht übersteht.
Biographien entwickeln sich oft sprunghaft - nach oben und nach unten.
Ihr Buch ist keine wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas, eher ein Essay,
ein Versuch herauszufinden, wie wir heute mit dem Phänomen des Scheiterns
umgehen können und müssen.
Maaz, Hans-Joachim (2003): Der Lilith-Komplex. - Die dunklen Seiten der Mütterlichkeit. C.H.
Beck.
Leider auch eine Schmähschrift,
in der die Männer (das Patriarchat) das böse verkörpern und die Mütter und
Frauen die mitleidenswerten Subjekte sind. Zudem neigt der Autor zu
Übertreibungen. Aus klinischen Fallbeispielen wird zum einen ungerechtfertigter
Weise auf die Gesamtpopulation geschlossen (also unzulässige
Verallgemeinerungen) und zum anderen werden von persönlichen Verletzungen zu
gesellschaftlichen Erscheinungsformen direkte Schlussfolgerungen abgeleitet.
Wissenschaftlich sind beide Vorgehensweisen nicht haltbar ! Die ersten ca. 45
Seiten (S. 12 - 59) sind lesenswert und informativ, alles andere ist m.E. nicht
so lesenswert, da vor allem viele Wiederholungen Seiten füllen und natürlich
der Schmähcharakter dieses Buches besonders deutlich zum Tragen kommt. (H.W.)
Kurzbeschreibung
Viele von uns fühlen sich von der Wirklichkeit überfordert, haben Probleme mit ihren Partnerinnen oder Partnern. Frauen erleben sich in ihrer Rolle als Mutter um wesentliche Aspekte ihrer Weiblichkeit reduziert, Eltern eigentümlich hilflos gegenüber den Wünschen und Verhaltensweisen ihrer Kinder. Kein Zweifel: Unser Selbstwertgefühl schwindet, immer mehr Menschen benötigen professionelle Hilfe. Doch woraus resultieren diese zunehmende psychische Labilität und ihre gesellschaftlichen Folgen? Hans-Joachim Maaz zeigt, wie sich in vielen
Beziehungsstörungen des Erwachsenen eine grundsätzliche Störung des Mutter-Kind-Verhältnisses widerspiegelt. Hierfür steht die mythische Gestalt der Lilith, Adams erster Frau. Sie steht für Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung der Frau, für Sexualität, Lust und Selbstbestimmung, für den Verzicht auf eigene Kinder. Lilith ist die dunkle, die verleugnete Schwester Evas. Die psychische Tabuisierung und Verdrängung der Lilith - der Lilith-Komplex - ist für Frauen und Männer Quelle endlosen Leids, eines erbitterten Geschlechterkampfes und jener massiven Störung des Mutter-Kind-Verhältnisses. Die Diagnose, die Maaz uns stellt, ist in mancher Hinsicht schmerzhaft. Aber sie zeigt auch den Weg, wie Eva und Lilith in uns - in Frauen und Männern - miteinander zu versöhnen sind.
Saskia
Heintz (Hg.) (2003): Männer kennen keinen Schmerz. - Geschichten über
die Eifersucht. Hanser Verlag.
Männer
kennen keinen Schmerz und keine Eifersucht? Zehn junge deutsche Autoren erzählen
vom Gegenteil: von der unerfüllten Sehnsucht, dem leidenschaftlichen Begehren,
der Ahnung von Betrug und der Angst vor Verlust.
Wilfried Wieck
(2000): Liebe Mutter, du tust mir nicht gut. - Söhne schreiben an ihre
Mutter. Kreuz-Verlag, Stuttgart.
Ein
ganz anders Buch von W. Wieck. Er outet sich in diesem Buch über seine
frühkindlichen Erlebnisse. Wer die anderen Bücher kennt, sollte dies auch
lesen. Er erscheint mir als ein ganz anderer Mann, der andere Worte
spricht (H.W.)
Die
folgende Textpassage ist der Einleitung (S.9 ff) entnommen:
"Im
Sohn sehen Mütter meist einen Vertreter des priviligierten Geschlechts, auf
den sie als heterosexuelle Frauen viele ihrer Sehnsüchte richten.
Gleichzeitig gehört der Sohn zu dem Geschlecht, von dem sie sich häufig
alleingelassen, nicht verstanden, enttäuscht oder gedemütigt, misshandelt
oder verachtet fühlen. Sie
versuchen zum Sohn eine Bindung herzustellen, in der sie endlich diese
Frustrationen loswerden und eigene Bedürfnisse befriedigen können. Dieser narzisstische
Missbrauch von Söhnen, der etwa bei 50 % aller Söhne auch sexuelle
Varianten einschließt, geschieht offen autoritär oder subtil verdeckt. ...
Viele Mütter wehren sich erheblich gegen die Befreiungsversuche ihrer Söhne.
Sie verschanzen sich gekränkt und wütend hinter dem uralten Schutzschild
Mutterliebe. ... Erst wenn die Schrecken und Schmerzen der Söhne zur Kenntnis
genommen werden, bietet sich eine Chance, Gewaltfreiheit zwischen Männern und
Frauen anzubahnen. ...Ob die Mütter, die diese Briefe erhalten, sie empört
als Zumutung zurückweisen, ob sie als menschliches Gegenüber abdanken, ob
sie Verantwortung für Geschehenes leugnen oder ob sie imstande sind,
aufrichtig zu werden, ihren Beitrag zur Wahrheitsfindung des Sohnes mutig und
selbstkritisch zu leisten, wird zeigen, wie es wirklich um die Liebe zum Sohn,
um ihr Interesse an seiner Person bestellt ist. "
Thomas Scheskat (1992): Feder
lassen tut weh..., wohin mit dem Schmerz? In: Mathias Jung (Hrsg.): Männer
lassen Federn. –Unbelehrbar oder im Aufbruch? rororo-TB.
„Als Motiv für Veränderung liegt mir am
Herzen, was es dabei zu gewinnen gibt – herauszufinden, ob mittlerweile neue
„Federn“ unser Gefieder bereichern oder ob es sich sogar ganz gut mit
weniger Federn leben läßt....“
Spiritualität
Walser, Christoph & Wild, Peter (2002):
Men's Spirit. Herder, Freiburg.
Leben ist mehr als Kämpfen und
Powern. Viele Männer wissen es. Den meisten fällt es schwer, die Konsequenz
zu ziehen; unbekannte Sehnsüchte zu entdecken, ergründen was in der eigenen
Seele vor sich geht, die Balance zwischen Aktivität und Gelassenheit finden.
Die eigenen spirituellen Quellen nutzbar machen. Wie das geht? Das zeigt
dieses Buch.
Patrick M. Arnold (1991):
Männliche Spiritualität. –Der Weg zur Stärke. Kösel.
Den Kirchen, und voran der katholischen,
wird allgemein vorgeworfen, von Männern dominiert zu sein. Von Männern in
Frauenkleidern, entgegnet dem der 1992 verstorbene Jesuitenpater Patrick M.
Arnold, und plädiert für ein männlicheres, das heißt für Männer
attraktiveres Christentum. Auch wer der Kirche eher fern steht, kann dieses
Buch mit Vergnügen lesen. Männliche Archetypen in der Bibel – so angestaubt
das zunächst klingt, so spannend und amüsant lesen sich die Geschichten und
Analysen. Und selten war Theologie so anschaulich und spannend wie im
Schlusskapitel "Von der Männlichkeit Gottes", wo der Autor für die aufzeigt,
dass unser Gott ein Mann ist, weil wir Männer einen männlichen Gott
brauchen.
Männlichkeit
Grün,
Anselm (2003): Kämpfen und Lieben. -Wie Männer zu sich selbst
finden. Vier Türme Verlag.
An welchen
Lebensmodellen soll sich ein Mann heute orientieren? Es fehlt an klaren
Vorbildern, und die Anforderungen wachsen. Beruf, Familie, Sexualität, Freizeit
- wie soll Mann das alles erfolgreich auf die Reihe bekommen? Anselm Grün
wendet sich erstmals speziell an Männer und gibt Antwort auf die Fragen, worauf
es wirklich ankommt und wie man als Mann mit sich zufrieden sein kann. Dazu
verfolgt er das Thema "Männlichkeit" über die Beziehung zu seinem
eigenen Vater und über die Lebensweise der Mönche zurück in die Bibel - und
entdeckt in den alten Geschichten Kraftquellen für Männer von heute. In 18
Porträts beschreibt er biblische Gestalten als Vertreter männlicher
Archetypen, die im Leser Potentiale wecken - keine Superhelden, sondern Männer
mit Schwierigkeiten und Brüchen im Lebenslauf. Sie verkörpern dennoch
Eigenschaften wie Vitalität, Fruchtbarkeit und Verantwortungsbewusstsein -
Eigenschaften, die jeder Mann bereits in sich trägt und braucht für die Lust
am Leben. Und dabei klärt sich auch die oft besungene Frage, wann denn ein Mann
ein Mann ist: wenn er kämpfen und lieben kann.
Steve Biddulph (2003):
Männer auf der Suche. Sieben Schritte zur Befreiung. Heyne-TB.
Wenn es für mich ein Buch für
Männer gibt, dann dieses. Es trifft die Themen, ohne den Ausflug in die
sentimentale Betroffenheit, die Männer früher oder später bewegen. Ein
guter Beitrag zur Emanzipation der Männer nach der männlichen Unschärfe der
letzten 20 Jahre. Nach der genußvollen und nachdenklichen Lektüre des
Buches, war ich so richtig vom Stolz gefüllt ein Mann zu sein und sehe all
die anderen Männer mit veränderten, liebevolleren Augen.
Thomas Scheskat (1994): Der
innenverbundene Mann. –Männliche Selbstwahrnehmung und Körperorientierte
Therapie. Männerbüroverlag Göttingen.
„Dieses Buch enthält drei Texte, die die
Entwicklung des Arbeitsansatzes „innen verbundene Männlichkeit“
dokumentieren. Dieser Ansatz soll den Reichtum körperpsychotherapeutischer
Methoden und Sichtweisen speziell für die Bewusstseinsarbeit mit Männern
erschließen helfen.“
Richard Rohr (1993): Masken des Maskulinen. – Neue Reden zur
Männerbefreiung. Claudius.
Noch ein amerikanischer Pater (diesmal
ein Franziskaner), noch ein Plädoyer für eine männliche Kirche, noch ein
Buch über männliche Archetypen, genauso spannend zu lesen, und doch ein
völlig anderer Ansatz. Wo der Jesuit scharfsinnig logisch argumentiert und
sein Schlussfolgerungen zieht, also quasi eine top-down Analyse liefert,
geht der Franziskaner von den konkreten Bedürfnissen der Männer aus;
Systemanalytiker bezeichnen das als bottom-up Methode. So gegensätzlich der
Ansatz, so gleich die Ergebnisse. Und in beiden Fällen bekommt – von ihren
eigenen Vertretern – die katholische Kirche die Leviten gelesen, nicht im
Stil der Berufs-Kirchenkritiker Drewermann & Co., sondern fundiert und
voller männlicher Liebe, die beide Bücher durchzieht.
Wilfried Wieck (1990). Männer
lassen lieben. –Die Sucht nach der Frau. Fischer TB-Nr. 4734.
In schonungsloser Offenheit beschreibt
der Autor die zerstörerischen Formen, mit denen die meisten Männer Frauen
begegnen. „Ich hatte immer gedacht das der Mann in der Beziehung der Starke
ist, daß er die Frau stützt und ihr hilft. Nun lerne ich, daß das Gegenteil
stimmt.“
Wilfried Wieck (1993): Wenn Männer
lieben lernen. Fischer TB-Nr. 11095.
„Wir sollten die unsägliche Eingrenzung
der Liebe auf den sexuellen Bereich aufheben. Zur Liebe gehört, Beziehung
und Gemeinschaft zu stiften, Menschen zusammenzuführen und sie zum
Miteinander-Sprechen anzuregen. Liebe umfaßt die Aufgabe, für die
menschliche Entwicklung zu sorgen ....“
Liebe
Bierhoff, Hans-Werner / Rohmann, Elke
(2005): Was die Liebe stark macht. -Die neue Psychologie der Paarbeziehung.
Rowohlt TB.
Liebesbeziehungen haben sich in der modernen Gesellschaft entscheidend verändert. Die Paarforschung hat diese Entwicklung begleitet und die bekannten Sozialpsychologen Hans-Werner Bierhoff und Elke Rohmann erklären wie die Psychologie der Partnerschaft heute funktioniert. Die klare Analyse und der Bezug zur Praxis bieten dem Leser Impulse
und eine konkrete Lebenshilfe für die eigene Situation.
Onken,
Julia (2001): Wenn du mich wirklich liebst. - Die häufigsten
Beziehungsfallen und wie wir sie vermeiden.
Beck`sche Reihe.
Wer kennt
sie nicht, solche Sätze wie: "Entscheide Dich zwischen ihr/ihm und
mir!" - "Du hast schon wieder den Einkauf vergessen!" -
"Wir streiten uns nie!". Forderungen werden gestellt, Harmonien
beschworen, Grenzen eingerissen. Es gibt feste Muster, die fast unausweichlich
Beziehungskrisen heraufbeschwören. Julia Onken nimmt die wichtigsten, die
verbreitesten einmal genauer unter die Lupe. Sie erzählt Fälle, beschreibt
das Verhalten und deckt die dahinter lauernden Motive auf. Sie gibt Ratschläge,
wie jeder (nicht nur der andere) bestimmte Verhaltensformen vermeiden kann,
und wie das Zusammenleben nicht zur persönlichen Sackgasse, sondern zur
Quelle von Lebensfreude und innerem Wachstum werden kann.
Jonathan Rutherford (2000):
Männer lieben anders. - Neue Wege zum Verständnis eines uralten
Rätsels. Europa Verlag, Hamburg.
Der
Titel des Buches von Jonathan Rutherford "Männer lieben anders"
entspricht nicht dem Originaltitel der englischen Ausgabe. Dieser zeigt mehr,
worauf es dem Autor ankommt: "I'am no longer myself, without you".
Es
ist in sieben Kapitel gegliedert: Schweigen in der Liebe, die eigene Mutter,
der eigene Vater und Vater sein, Neue Männer, Romantik, Verführung und
Liebe. Zudem geht der Autor auf die Kultur ein, um Liebe in ihrem Kontext zu
sehen. Er stellt seine Liebesbeziehung ebenso dar, wie die Entwicklung seiner
Liebesfähigkeit und erläutert seine Erkenntnisse durch zahlreiche Beispiele
aus Film und Literatur.
Trotzdem
hat mich gerade der deutsche Titel animiert, das Buch zu lesen. Es hilft dabei
emotionale Abhängigkeit und Unabhängigkeit in Einklang zu bringen. Meines
Erachtens ist das Buch nur für denjenigen lesenswert, der schon mal geliebt
hat, um am Ende zu wissen, was Liebe ist. Für mich war dieses Buch wertvoll,
da ich seit zwei Jahren über den Verlust meiner Liebesbeziehung nachdenke und
bestrebt war, das "gute" erhalten zu wollen. Dies ist nun greifbar
geworden!
Leider
ist der Autor noch der Sichtweise verbunden, das Frauen "gut" und Männer
"böse" seien.
Fischkurt, Eva J. (2000): Wenn Frauen nicht mehr lieben.
Goldmann.
Männer haben es nicht leicht. Während Frauen heute siegessicher den Gipfel weiblicher Selbstverwirklichung empor klettern, werden Männer Tag für Tag mit der harten Realität ihres Geschlechts konfrontiert. Wie ein Virus nistet sich das Thema "Der Mann als Defizitwesen" immer mehr in alle Lebensbereiche ein. Herabsetzungen, versteckte und offene Kritik und Entwertungen des Mannes sind an der Tagesordnung: Am Mann wird herum
gemäkelt und pädagogisiert, beklagt und angeklagt. Oft genug huldigen Frauen einer Selbstfindungsideologie, die ihnen Seele und Geist für die Welt des Mannes verschließt und damit ihre Liebessehnsucht abtötet.
Die vorliegende Streitschrift ist eine provozierende Wortmeldung nach der "Flut von Frauenliteratur", in der eine erfahrene Psychotherapeutin dazu aufruft, die Vorwurfshaltung und Geringschätzung der Frauen dem männlichen Geschlecht gegenüber aufzugeben und reale Geschlechtsunterschiede zu akzeptieren.
Sexualität
Dieter Schnack, Rainer Neutzling
(1995): Die Prinzenrolle. - Über die männliche Sexualität. rororo-Sachbuch TB-Nr.
9966.
Wie werden Jungen zu Kämpfern und Liebhaber? Begehrt die Mutter den Vater?
Begehrt er sie? Sind Mädchen faszinierend oder doofe Ziegen? Wie war das mit dem
Schwarm aus der dritten Klasse? Warum masturbieren Jungen so oft? Was treibt sie
um vor, während und nach ihrem ersten Mal? Wie fühlt sich ein Mann bei der Liebe
außerhalb eines sexualwissenschaftlichen Forschungslabors? Wohin fliegt er beim
Orgasmus? Wie erlebt er seine Fruchtbarkeit? Ist er der einzige, der glaubt,
immer zu früh zu kommen? Warum läuft es im Bett nach der Geburt eines Kindes
anders als vorher?
Nachdem die
Sexualität der Frau und die damit verbundenen Probleme bereits seit einigen
Jahren in die psychologische Literatur Eingang gefunden haben, soll nun die
angeblich einfache und unbeirrbare männliche Sexualität genauer betrachtet
werden.
Das Buch wendet sich vor allem an Männer, die mehr über ihre Sexualität
lernen und über ihre eigenen Erfahrungen nachdenken möchten. Es enthält
daneben Anregungen und Übungen, die der Entfaltung der eigenen Erlebnismöglichkeiten
dienen können. Der Band eignet sich zudem als Lektüre für Fachleute, die in
ihrer Praxis mit Problemen der Sexualität konfrontiert sind.
Jungen
Bergmann, Wolfgang
(2005): Kleine Jungs - große Not. Broschiert.
Walter-Verlag.
Hyperaktiv, aggressiv, orientierungslos, mit einer oft
hauptsächlich weiblichen Umwelt konfrontiert - vielfältig sind die Probleme
heutiger Jungen; gerade sie haben es besonders schwer. Der Kinderpsychologe
Wolfgang Bergmann beschreibt eindrücklich die Not der kleinen Jungen und
stellt vier Problemtypen vor. Ausgehend von den Besonderheiten der Entwicklung
zeigt er, was die Suche nach einer männlichen Identität heute so schwierig
macht. Der ungefilterte Einfluss der modernen Medien - sie prägen mehr als
bisher angenommen die kindliche Seele -, fehlende männliche Vorbilder,
mütterliche Umklammerung - das sind nur einige der Ursachen, die einer
stabilen Persönlichkeitsentwicklung der Jungen häufig im Wege stehen. Anhand
von zahlreichen Fallbeispielen zeigt der Autor, wie Eltern durch verlässliche
Bindungen ihren Kindern zu mehr Halt und Sicherheit und somit einem innerlich
freieren Leben verhelfen können.
Der renommierte Kinderpsychologe Wolfgang Bergmann untersucht, warum es gerade
für Jungen heute so schwierig ist, eine stabile Persönlichkeit zu entwickeln,
und gibt Rat, wie ihnen Eltern dabei helfen können. Ein hochaktuelles,
brisantes Thema, unverzichtbar für Eltern, Lehrer und Erzieher.
Bergmann, Wolfgang
(20042): Das Drama des modernen Kindes. - Hyperaktivität, Magersucht, Selbstverletzung.
Walter Verlag, Freiburg.
Das eindringliche Porträt einer
halt- und schutzlosen Kindergeneration.
Sie wirken, als seien sie ständig auf der Suche, sind impulsiv, hyperaktiv.
Sie ritzen und schneiden sich, hungern sich manchmal beinahe zu Tode: Kinder
einer halt- und schutzlosen Generation, Verstörte und Störenfriede in einer
glitzernden Medienwelt. Wer sind diese Kinder und Jugendlichen, die häufig in
auf den ersten Blick harmonischen Familien aufwachsen, denen dennoch etwas
Entscheidendes fehlt?
In eindrucksvollen Fallgeschichten zeichnet Wolfgang Bergmann das Psychogramm
einer Generation, die in hohem Maß durch die zeitgenössische Medienwelt mit
ihren Idealbildern geprägt ist. Klar und schonungslos benennt er die
eigentlichen Ursachen dafür, dass Kinder zu Zappelphilippen oder
magersüchtigen Narzissten werden. Und macht dennoch Mut, wenn er Eltern wieder
lehrt, rückhaltlos ihrer natürlichen Elternliebe zu vertrauen. Neue
kulturpsychologische Erklärungsmuster können helfen, Störungen zu erkennen und
zu vermeiden.
Dieter Schnack & Rainer Neutzling (1990):
Kleine Helden in Not. – Jungen auf der Suche nach Männlichkeit. rororo
Sachbuch TB.
Die Frauenbewegung löste sinnvolle und
konstruktive Diskussionen über die Erziehung von Mädchen aus. Allerdings
wurde bei all den Bemühungen, Benachteiligungen von Mädchen abzubauen,
stillschweigend angenommen, den Jungen ginge es gut, sie wüchsen in Freiheit
und Zufriedenheit auf. Die beiden Autoren zeigen in diesem Buch, dass das
nicht so ist.
Väter
Thomä, Dieter (2008): Väter. Eine moderne
Heldengeschichte. Carl Hanser Verlag, München.
Das geflügelte Wort von den "Männern mit der verbalen Aufgeschlossenheit bei
gleichzeitiger Verhaltensstarre" ist passé. Die jungen Väter von heute sind im
Alltag ihrer Kinder weitaus präsenter als noch vor einigen Jahren. ... Für ihn
sind die Schwierigkeiten der Männer letztlich auf den Zerfall des traditionellen
Vaterbildes zurückzuführen. Diese Entwicklung habe bereits vor mehr als 200
Jahren mit der Entstehung unserer modernen Gesellschaften eingesetzt. Dabei habe
sich die traditionelle patriarichale Ordnung aufgelöst. ...
Habeck, Robert (2008): Verwirrte Väter. - Wann
ist der Mann ein Mann. Gütersloher Verlagshaus.
"Zwei Drittel der Väter sehen sich heute eher
als 'Erzieher' denn als 'Ernährer' ihrer Kinder ..." Dass sie diesem
Anspruch in der Praxis nicht gerecht werden, läge oft an ihren Partnerinnen:
"Ich ... kenne eine Reihe von Paaren, in
denen die Frau ihrem Partner nach der Geburt des Kindes unmissverständlich
gesagt hat, dass jetzt die Zeit des Lotterlebens, der Minijobs und des
Prekariats vorbei zu sein habe und die erste Vaterpflicht sei, Kohle
ranzuschaffen." ... Mit diesem Widerspruch, so Habecks zentrale These,
würden die Männer ... allein gelassen.
Löwen, Navigo (2008): Meditationen für getrennte Väter. Books on Demand GmbH,
Norderstedt, ISBN 978-3-8334-7457-6.
Viele Väter erleben ihre Trennung und
Scheidung, besonders aber den dadurch entstandenen Verlust des täglichen
Beisammenseins mit ihren Kindern als überaus schmerzvoll. Mit ihren erlernten
Vorstellungen von Mann- und Vatersein ist dies nicht zu bewältigen. In
Selbsthilfegruppen können Männer in solch schwierigen Lebenslagen Unterstützung
finden. Hier werden viele ergreifende, traurige, fröhliche, solidarische
Gespräche geführt, die ihnen weiterhelfen können. Die Erfahrungen vieler Väter
in ähnlicher Situation führten zu den vorliegenden "Meditationen für Getrennte
Väter". Sie konnten aus schmerzvollen Erfahrungen ein neues Lebenlernen
entwickeln. So entstand in ihnen auch ein weiterentwickeltes Selbstverständnis
als Mann und ein neues Selbstbewusstsein als Vater ihrer Kinder und als Partner
in ihren neuen Beziehungen. Die hier gesammelten 365 Tagestexte sind deshalb
eine behutsame und freundliche Hilfe bei der Gestaltung eines neuen Lebens.
Amendt, Gerhard (2004): Scheidungsväter.
Ikaru-Verlag.
In unserer Studie wollten wir die Gefühle in Erfahrung bringen, die für
betroffene Männer mit der Scheidung, der Besuchsregelung und den
Unterhaltszahlungen verbunden waren, – Dimensionen scheidungsväterlicher
Erfahrung, die in Gesellschaft und Politik bislang auf Desinteresse gestoßen
sind. Wir wollten beim Namen nennen, was allgemein tabuisiert wird, und
richteten unser Augenmerk auf das, was hinter der erzwungenen oder freiwilligen
Helden-Fassade in Männern ebenso anzutreffen ist: Schwäche, (Selbst-)Zweifel,
Enttäuschung und Unsicherheit! Wer Schambesetztes im Leben von Männern
anerkennt, ohne mit Verachtung darauf zu reagieren, der trifft auf
Gesprächsbereitschaft und verschüttete Gefühle. Mithilfe detaillierter
Fragebögen, die eine Vielzahl von Zuordnungsmöglichkeiten boten, gelang es uns,
die ganze Skala dieser Gefühle und Erfahrungen zu erfassen.
Banks,
Ian (2003): Vater sein dagegen sehr... -Kluger Rat für
werdende und erziehende Väter und ihre Partnerinnen. Oesch Verlag.
Vater
zu werden fällt bekanntlich nicht schwer, Vater zu sein dagegen ist häufig ein
beschwerlicher Weg, der mit manchen Fallgruben und Fettnäpfen gepflastert
ist. Und oft endet das Abenteuer Vaterschaft in Frust und Streit. Denn viele Männer
sind auf ihre neue Rolle als Väter gänzlich unvorbereitet. Hier schafft Ian
Banks Abhilfe. Er bietet Rat für werdende Väter, die ihrer Partnerin und
ihren Kindern Stütze, Hilfe, Freund und Berater sein wollen.
Natürlich
ist Vater sein dagegen sehr... auch
etwas für Frauen. Sei es, um selbst guten Rat zu finden, oder auch, um zu
lernen, den Vater im Manne zu verstehen, zu fördern und – wo notwendig –
liebevoll zu lenken. Zum Wohl und zur Freude der Kinder, der Familie und der
Liebe.
Der Autor:
Dr. med. Ian Banks, geb. 1950 in Liverpool,
ist heute als Notfallmediziner und praktischer Arzt in Nordirland tätig. Zudem
ist der Autor Chefredakteur der Zeitschrift ,Men’s Health’. Banks, der selbst
Vater von vier Kindern ist, vertritt die praktischen Ärzte im britischen
Ärzteverband, leitet dessen Arbeitsgruppe ,Männerheilkunde’ und wirkt im Verband
europäischer Krankenhausärzte aktiv mit. Armin Bettinger & Hubert Kößler (2000)
(Hg.): Vatergefühle. Kreuz-Verlag, Stuttgart. Um Gefühle soll es gehen. Und um
wichtige Stationen einer Väterbiografie. Herausgekommen sind zehn sehr
unterschiedliche Geschichten. Zum Teil persönlich, zum Teil therapeutisch. Los
geht's mit „Vor Gebrauch schütteln“ Wozu man einen Vater gebrauchen kann".
Befremdlich, denn weder möchte ich alltäglich durchgeschüttelt noch wie eine
Spraydose benutzt, geleert und weggeworfen werden. Aber dann wird Armin
Bettinger persönlicher, berichtet von seinen Erfahrungen als Sohn, den
Leistungsanforderungen, denen er gerecht werden musste und die er unbewusst
weitergibt, vom Leistungsstress ein guter Vater zu sein, von Bewertungen und von
Väterseminaren. Und dass ein guter Vater der ist, der wichtige Erfahrungen
weitergibt und der Spaß am Zusammenleben mit seinen Kindern hat. In weiteren
Geschichten geht es um Sex und warum ein Kind das beste Verhütungsmittel ist. Um
die Gefühle und Lebenslagen eines Vaters eines behinderten Kindes. Um
Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach und wie Väter sie erleben. Um
wütende Väter, schweigende Väter, getrennt lebende Väter. Um die Gefühle, wenn
die Kinder aus dem Haus gehen. Um Gott Vater und warum die Mutter gleich
mitgesprochen werden sollte. Und um ein Wochenende eines erwachsenen Mannes mit
seinem Vater, an dem sie sich nach Jahren der Funkstille wieder näher kamen.
Herausragend Hans Jellouscheks Beitrag "Hättest du doch geredet". Anhand von
Peter Härtlings autobiografischem Roman "Nachgetragene Liebe" und Erfahrungen
aus seiner therapeutischen Praxis weist er nach, wie das Schweigen des Vaters
die werdende männliche Identität des Jungen mißachtet, abwertet oder gar
zerstört. Hier liegen die Wurzeln männlicher Versagensängste in Beruf,
Partnerschaft und Vaterschaft. Und: Oft geben Söhne diese Erfahrung an ihre
eigenen Kinder weiter. Sich mit der eigenen Geschichte und der des Vaters
beschäftigen, darüber sprechen, liebevolle und freundschaftliche Beziehungen zu
Männern aufbauen, das ist die beste Möglichkeit, die Tradition des Schweigens zu
durchbrechen.
Insgesamt mutet das Buch ein wenig nach Sammelsurium an,
von allem und jeder Lebenssituation ein bisschen. Da bleibt dann der Tiefgang
ab und zu auf der Strecke. Auch sind nicht alle Autoren völlig stilsicher.
Männerportraits und Bekenntnisliteratur gab es schon vor 15 Jahren, in dieser
Hinsicht bieten Kößler und Bettinger nichts Neues. Mit Hermann Bullinger,
Hans Jellouschek, Bernd Leibig und Markus Krämer sind jedoch viele
"Promis` der evangelischen oder christlich beeinflussten Männerarbeit in
diesem Band versammelt. In ihren Texten spürt man Erfahrung und fundiertes
Wissen, in ihrer Gesamtheit bieten sie einen guten Überblick über die
Bandbreite der Diskussion des Väterthemas in den Kirchen. Spätestens seit der
Studie "Männer im Aufbruch` von Volz/Zulehner ist die kirchliche
Männerarbeit ein nicht mehr wegzudenkender Faktor neben der Männerbewegung.
Eine Beschäftigung mit ihren Themen und Thesen kann die Männerbewegung nur
bereichern. (Rezension von
Ralf Ruhl)
Lothar Beyer (2000): Das Baby-Buch für neue Väter. - Was Ihr Kind jetzt von Ihnen braucht.
Mosaik-Verlag.
Er
macht sich Sorgen, weil das Baby die Nahrungsaufnahme verweigert. Er hat
nachts kaum geschlafen, weil der Frischling ihn davon abhielt, muss aber am nächsten
Tag trotzdem im Job funktionieren. Und mittags in der Kantine kann er sich den
Familienstress noch nicht einmal von der Seele reden. Je mehr Männer ihre
Rolle als Vater ernst nehmen, desto mehr empfinden sie die Doppelbelastung als
Ernährer und Elternteil. Jenseits männlicher Verdrängung einerseits und
ideologischer Aufladung andererseits regt Lothar Beyer eine bewusste
Auseinandersetzung mit dem Themenkomplex Vaterschaft, Familie und Arbeitsplatz
an und gibt praktische Tipps zur Bewältigung von Konflikten.
Kinder
sind in der männlichen Arbeitswelt tabu, Väter, die Erziehungsurlaub nehmen,
noch immer die Ausnahme. Das Verständnis für dieses Dilemma ist nach Ansicht
des Autors eine wesentliche Voraussetzung für Väter und auch Mütter, mit
den Ansprüchen des Elternseins besser fertig zu werden.
Oft
entstehen Spannungen in der Partnerschaft aus dem Gefühl heraus, dass die
Kinderarbeit nicht gerecht aufgeteilt ist. Mit Hilfe eines Fragebogens des
US-Psychologen James Levine können sich Eltern über gegenseitige Ansprüche
klar werden. Lothar Beyer nennt konkrete Problemlösungen und betont, wie
wichtig der Austausch mit der Partnerin -- möglichst auch an babyfreien
Abenden -- ist. Weiterhin beschreibt er die typischen Unterschiede im Umgang
mit dem Baby -- verkürzt: Väter spielen mehr, Mütter sind eher fürs Füttern,
Pflegen und Schmusen zuständig -- und arbeitet ihre Bedeutung heraus.
Das
Buch enthält zudem einen Überblick über die wesentlichen
Entwicklungsschritte des Babys und geht auf zentrale Erziehungsfragen ein: Ein
guter Ratgeber, nicht nur für neue Väter. -- Rezension von Judith Kunz
Gerhard Amendt (1999): Vatersehnsucht.
- Annäherung in elf Essays. Broschiert
- 310 Seiten Universität Bremen. ISBN: 3887224523.
Man nehme das klassische Bild einer Familie: Die Mutter bleibt zu
Hause und kümmert sich um die Kinder, der Vater verdient das Geld und hat
oder nimmt sich keine Zeit für seine Söhne und Töchter. „Dabei ist die
Vatersehnsucht bei Söhnen - und vermutlich auch bei Töchtern - groß",
sagt der Bremer Sozialwissenschaftler Gerhard Amendt. Gestern stellte der
Uni-Professor vom Institut für Geschlechter- und Generationenforschung seine
neue, nicht repräsentative Studie vor. Dabei befragte er 505 Männer im Alter
zwischen 20 und 60 Jahren in ganz Deutschland über ihr Verhältnis zu Mutter
und Vater.
Amendts persönliche These nach der
Auswertung: Die von der Gesellschaft und Partnerschaft enttäuschten Mütter
suchten sich als Kompensation für Versäumtes ihren Sohn aus. Amendt, der
sich immer wieder mit Studien zu „familiären" Themen ins Gespräch
brachte, macht seine Erkenntnis vor allem an einer Aussage fest: Auf die Frage
„Waren Sie der geheime Vertraute Ihrer Mutter?" hätten 53,7 Prozent
der Befragten dies bestätigt. Amendt: „Viele haben sich in dieser Situation
überfordert gefühlt, dass frustrierte, übermächtige Mütter sich bei ihnen
einen Ausgleich für entgangenes Glück suchten."
So appellierte der Wissenschaftler nunmehr an die elterliche Verantwortung und
an die Gesellschaft, „die Väter wieder mehr ins Visier zu nehmen. Wir müssen
uns bewusst werden, wie bedeutsam Väter auch emotional für ihre Kinder
sind." Es reiche nicht aus, zuverlässig Geld zu verdienen. Amendt
betonte zugleich: „Wo immer ein Vater aus der Familie wegtritt oder
weggetreten wird, gibt es Vatersehnsucht." Oft könnten die Kinder diese
Sehnsucht aber nur durch eine Beschimpfung des Vaters ausdrücken. (Rezensent:
Reinhold Schoeler, Bremen:
Bestellung).
Männliche Initiation
Robert Bly (1993): Eisenhans. –Ein Buch
über Männer. Knaur.
Die Geschichte vom Eisenhans lehrt uns,
wie wesentlich es ist, aus dem Reich der Mutter in das Reich des Vaters zu
gelangen. Und aus allen Initiationsgeschichten lernen wir, wie wichtig es
ist, dass wir uns von den Erwartungen unserer Eltern gänzlich lösen und uns
einen zweiten Vater oder „zweiten König“ suchen (entnommen aus dem o.g.
Buch, S.10).
Michael Meade (1994): Die Männer und das
Wasser des Lebens. – Wege zur wahren Männlichkeit.
So etwas wie die Fortsetzung des
Eisenhans. Märchen aus den verschiedensten Kulturkreisen erzählen von den
Stadien der männlichen Initiation. Ein fundiertes und interessant
geschriebenes Buch über die männlichen Archetypen.
Sam Keen (1993): Feuer im Bauch. - Über
das Mann – Sein.
Der Autor unterzieht das Verhältnis von
Mann und Sex, Mann und Krieg, Mann und Arbeit einer kritischen Betrachtung
und zeigt auf, wie Männer den Weg von der Gebrochenheit zur Ganzheit finden
können.
Robert Moore & Douglas Gillette (1992):
König, Krieger, Magier, Liebhaber. Kösel-Verlag.
Ein fundiertes und interessant
geschriebenes Buch über die männlichen Archetypen (zur Zeit vergriffen, in
der Bücherei erhältlich oder Freunde fragen, ob sie dieses Buch haben)
Ton van der Kroon (20003): Die Rückkehr
des Löwen. - Von Liebe, Lust und Herzenspower.
Wem die klassischen Männerbücher zu stark
von der amerikanischen Gesellschaft geprägt sind, findet hier das
europäische Gegenstück: Dieses Buch eines holländischen Autors ist
gleichzeitig spirituell, pragmatisch und theoretisch fundiert; absolut
lesenswert.
Malidoma P. Somè (19963): Vom Geist
Afrikas. - Das Leben eines afrikanischen Schamanen.
Männliche Initiation in Afrika. Die
Erzählweise des Autors trennt nicht - wie wir es von den Männerbüchern in
der von den Naturwissenschaften beeinflussten europäisch-amerikanischen Welt
gewohnt sind - zwischen mythischer und realer Ebene. Für Leser, die sich
darauf einlassen können, ein spannendes und wichtiges Buch.
Daniel Odier (1997): Tantra. Eintauchen
in die absolute Liebe. - Eine Initiation im Himalaya.
Ein Franzose reist nach Indien und sucht
dort eine Tantra-Meisterin, die ihn auf die überlieferte Weise initiiert.
Die gängige und durchaus richtige These der Männerbewegung, dass ein Junge
nur durch ältere Männer zum Mann gemacht werden kann, ist nicht vollständig;
sie verschweigt die sexuelle Initiation durch die erfahrene Frau, die in
diesem Buch spannend und eindringlich geschildert wird.
Frauen als Täterinnen
Elz, Jutta (2009) (Hrsg.): Täterinnen – Befunde, Analysen, Perspektiven.
Kriminologie und Praxis: Band 58, Wiesbaden: Kriminologische Zentralstelle e. V.
(KrimZ), ISBN 978-3-926371-86-7.
Info
Kathrin Kompisch (2006): Furchtbar feminin. Berüchtigte Mörderinnen des 20.
Jahrhundert. Militzke Verlag.
Das Bild des Dritten
Reiches ist geprägt von männlichen Nazi-Größen und ihren Mittätern. Einen
Eindruck des breiten Spektrums weiblicher Täterschaft vermittelt das Buch von
Kathrin Kompisch. Angefangen bei KZ-Aufseherinnen, über Frauen in Polizei,
Justiz und im Kriegseinsatz, im Sozial- und Gesundheitswesen bis zu den am
Holocaust beteiligten Schreibtischtäterinnen beschreibt und analysiert die
Autorin, welche Rolle Frauen im Dritten Reich spielten.
Die im Buch dargestellten Fälle spannen einen Bogen von den rücksichtslosen
Kindsmorden der Elisabeth Wiese 1904 in Hamburg bis zum Fall der Monika
Weimar, dem Medienereignis der 1980er Jahre. Dabei treten neben bekannte
Täterinnen wie Vera Brühne auch weniger prominente Mörderinnen wie Irmgard
Swinka, die als eine der seltenen deutschen Serienmörderinnen gilt, Ruth
Blaue, eine charismatische Gattenmörderin, oder wie die lesbischen
Freundinnen Elli Klein und Grete Nebbe, die in den Goldenen Zwanzigern zu
Giftmörderinnen aus Liebe wurden. Alfred Döblin verarbeitete deren
Geschichte in seiner Erzählung »Die beiden Freundinnen und der Giftmord«.
Die unterschiedlichen Bilder von Mörderinnen sind – wie auch häufig die
Morde selbst – abhängig von der Zeit, in der sich ihre Taten abspielten.
Anhand der Darstellung der Täterinnen erlauben Geschichten von mordenden
Frauen auch Rückschlüsse auf das herrschende zeitgenössische Frauenbild. Das
Buch leistet so auch einen Beitrag zur Geschichte der Frauen im 20.
Jahrhundert.
Kathrin Kompisch, M.A. - Historikerin - geboren 1973 in Hamburg, Studium
dort 1996 - 2002 Geschichte, Vor- und Frühgeschichte sowie Sozial- und
Wirtschaftsgeschichte; schon während des Studiums journalistisch tätig und
Arbeit im Bereich History Marketing, Fach-Veröffentlichungen; hält
wissenschaftliche Fachvorträge. Die Autorin lebt in Hamburg.
Geschlechter
politische Debatte
Amareé, Claude (2008): Das wahre
Gesicht des schönen Geschlechts. - Eine bitterböse Abrechnung mit der
"emanzipierten" Frau. Books on Demand.
# Broschiert: 244 Seiten
# Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (4. November 2008)
# Sprache: Deutsch
# ISBN-10: 3837072010
# ISBN-13: 978-3837072013
Kurzbeschreibung: Dieses Buch ist
eigentlich nur für Männer geschrieben und sollte für diese zur Pflichtlektüre
werden. In früheren Zeiten brachte der Klapperstorch die Kinder, bei der
emanzipierten Frau ist es der Kuckuck. Auch ist es dem absolut nicht schönen
Geschlecht gelungen, den Mann als Mörder, Vergewaltiger und Kinderschänder zu
präsentieren und alle Welt glaubt es. Die Wirklichkeit sieht gänzlich anders
aus: Frauen ermorden neunmal häufiger ihre Kinder als Männer. Ebenso häufig
missbrauchen Frauen ihre Kinder sexuell, aber immer sind es die Männer. Frauen
sind bindungsunfähig und zu einer Partnerschaft nicht geeignet. Frauen wollen
auch keinen Sex und erst recht keine Kinder. Aus diesem logischen Grunde sind
feste Beziehungen oder gar eheliche Bindungen mit Frauen höchst problematisch
und für jeden Mann dringend abzuraten. Ohne Ehefrau wird kein Mann mehr
geknechtet und ausgebeutet. Wir Männer haben genug von diesen emanzipierten, für
nichts zu gebrauchenden Frauen. "Männer, die mit Frauen am besten auskommen,
sind dieselben, die wissen wie man ohne sie auskommt". Charles Baudelaire, frz.
Schriftsteller, 1821-1867
Klonovsky,
Michael (2008): Das geschwächte Geschlecht. - Gegen die Benachteiligung und
Abwertung von Männern. Fokus Nr. 41 vom 06.10.08, S. 126-128.
Klonovsky,
Michael (2008): Allmählich regt sich Widerstand. - Interview mit Prof.
Walter Hollstein über Diskriminierung, männliche Wünsche und die
"Frauenzentriertheit" hiesiger Debatten. Fokus Nr. 41 vom 06.10.08, S. 130-133.
Xenos ,
Michail A. (2007): Medusa schenkt man keine Rosen. -
Eine untypische Einstimmung in das 'Jahrhundert der Frau', Manuscriptum Verlag,
Leipzig.
Kurzbeschreibung
Wie kommt es, daß in Zeiten verordneter
Geschlechtergleichbehandlung das öffentlich-rechtliche Fernsehen Filme wie Nur
ein toter Mann ist ein guter Mann sendet? Daß eine Ethik waltet, die in Kriegen
und Konflikten nur Frauen und Kinder als Opfer wahrnimmt, Männer hingegen gern
als Täter stigmatisiert? Was bedeutet es, daß jährlich landesweit mit enormem
Aufwand Girls Days begangen und Alphamädchen mit Mediengetöse gefeiert werden,
während die Vernachlässigung der Jungen dem Land einen Fachkräftemangel
beschert? Wie konnten sich absurde Schreibweisen wie BürgerInnen in die
öffentliche Schriftsprache einnisten? Daß all dies keine Possen sind, sondern
Folgen eines ausufernden Feminismus, der seit mehr als 30 Jahren nicht nur in
den Medien, sondern, gestützt von einer infiltrierten Politik, auch in der
gesellschaftlichen Praxis sein Unwesen treibt, analysiert der Autor
gedankenscharf und sprachlich brillant. Er zeigt die absurden Konsequenzen und
realen Gefahren dieser Bewegung, weist aber auch nach, wie sich in der
Geschlechterdebatte allmählich, aber unverkennbar ein Wandel vollzieht.
Hoffmann, Arne (2007): Männerbeben: Das starke Geschlecht kehrt zurück.
Lichtschlag Verlag, Grevenbroich.
Kurzbeschreibung
Wenn es um das Geschlechterthema geht, sprechen unsere Medien 24 Stunden am Tag
ausschließlich über "Benachteiligungen von Frauen". Wie kam es dann, dass sich
hierzulande in den letzten Jahren eine Männerbewegung herausbildete, die hieb-
und stichfest belegt, dass in mehreren Dutzend Feldern Männer benachteiligt
werden? Was fordern Gruppen wie MANNdat, der Väteraufbruch und die Männerpartei,
damit sich das ändert - und wie verschaffen die Männerrechtler sich damit Gehör
in einer Gesellschaft, die in Politik und Medien so einseitig auf die Anliegen
von Frauen ausgerichtet ist?
Arne Hoffmann gab im Jahr 2001 mit seinem Buch "Sind Frauen bessere
Menschen?" einen der wesentlichen Anstöße für diese neue Form von
außerparlamentarischer Opposition, und er steht noch heute in ihrem Zentrum. In
seinem neuen Standardwerk "Männerbeben" schildert er auf hochspannende Weise die
Kinderjahre dieser jungen Bewegung für Emanzipation und Gleichberechtigung, und
er porträtiert ihre wichtigsten Pioniere in überraschenden Interviews. Zuletzt
macht er Ihnen, dem Leser, Vorschläge, wie Sie diesen Kampf unterstützen und
damit selbst von gesellschaftlicher Bedeutung werden können.
Martin van Creveld (2003): Das bevorzugte Geschlecht.
Gerling Akademie Verlag.
Crevelds provokante These lautet: Die Unterdrückung der Frau ist eine in die Irre führende Legende des Feminismus. Warum bezeichnet sich in den Vereinigten Staaten nur eine von drei Frauen als Feministin, während viele andere diesem Begriff extrem ablehnend gegenüberstehen? Warum haben von Florence Nightingale bis Simone de Beauvoir viele berühmte Frauen gesagt, dass sie nie unter den Benachteiligungen litten, die angeblich mit ihrem Geschlecht verbunden sind? Und weshalb ergeben Umfragen unter Frauen der verschiedensten Nationalitäten, dass die meisten von ihnen sich nicht diskriminiert fühlen?
Martin van Creveld hat mit seinem jüngsten Buch eine antifeministische Polemik verfasst. Seine provokante These lautet: Frauen werden nicht unterdrückt und sind nie unterdrückt worden. Sie sind das eigentlich privilegierte Geschlecht und sind dies auch in der Vergangenheit immer gewesen.
Dazu führt Creveld zahlreiche Beispiele aus Geschichte und Gegenwart an. Als Kinder werden Frauen sanfter behandelt. Als Erwachsene stehen sie unter geringerem Druck, sich zu behaupten und ihren Verpflichtungen nachzukommen. Im Berufsalltag übernehmen sie weniger als die Hälfte der Arbeit. Und im Wirtschaftsleben sind sie oft in der beneidenswerten Situation, Geld ausgeben zu können, ohne es verdienen zu müssen.
Vor diesem Hintergrund ist es für Creveld plausibel, dass die meisten Frauen mit ihrem Los offenbar mehr und weniger zufrieden sind und dass nicht mehr Frauen ihre Kosmetika weggeworfen und ihre BHs verbrannt haben, um in die Blaumänner zu steigen und männliche Berufe auszuüben.
Die Botschaft am Ende seines Buches: Jede Medaille hat zwei Seiten. Wenn Frauen Männern auch nicht in jeder Hinsicht gleichkommen, so sind sie ihnen gegenüber doch in vielen anderen Dingen bevorzugt. Für jeden Nachteil, den sie erleiden müssen, gibt es ein Privileg, das sie allein genießen. Dafür sollten sie ein Bewusstsein entwickeln, um das Zusammenleben und das Verständnis zwischen den Geschlechtern zu erleichtern.
(Martin van Crefeld
ist Professor für Geschichte.)
Arne Hoffmann
(2001): Sind Frauen bessere Menschen? - Plädoyer für einen selbstbewussten
Mann. Schwarzkopf u. Schwarzkopf-Verlag, Berlin.
»Männer
haben bei Frauenthemen - und welche das sind, das bestimmen auch Frauen - kein
Rederecht.« So beschreibt die kritische Feministin Katharina Rutschky die
aktuelle Situation. Dieses Buch fordert sein Rederecht ein. Ohne Angst vor heißen
Eisen, aber mit minutiöser Recherche stellt es ein längst überfälliges
Grundlagenwerk der deutschen Männerbewegung dar. Seine Botschaft: Männer und
Frauen können nicht erfolgreich auf der Grundlage von politisch korrekten
Halbwahrheiten und Schweigetabus zusammenleben. Darum spricht es
Klartext.
...
Dabei erweisen sich viele Geschlechterklischees, die heute fast als
Binsenweisheiten diskutiert werden, einmal auf den wissenschaftlichen Prüfstand
gestellt, als Fehlurteile: So zeigen sich Männer weder als aggressiver, noch
als beziehungsunfähiger als Frauen. Auch werden Gewalt in der Partnerschaft
und sexuelle Übergriffe keineswegs weit überwiegend durch männliche Täter
bestimmt. Und selbst die klassische Behauptung, Frauen würden im Job und in
der Politik von Männern diskriminiert, lässt sich kaum aufrechterhalten.
Peter Köpf & Alexander Provelegios (2000):
Der Winterschlaf der Männer ist vorbei. Kreuz-Verlag,
Stuttgart.
Endlich ein Autoren-Team, das den Mut hat, die Dinge
beim Namen zu nennen. In ihrem Buch zeigen Peter Köpf und Alexander
Provelegios auf, wie unterschiedliche Maßstäbe an Männer und Frauen zu
Ungunsten der Männer angelegt werden und ein und dasselbe Verhalten bei Männern
negativer bewertet wird. Populären Behauptungen, beispielsweise von der größeren
Arbeitsbelastung durch die Doppelbelastung, der schlechteren Bezahlung bei
gleicher Qualifikation und der geringeren Gewaltbereitschaft von Frauen,
treten die Autoren mit sozialwissenschaftlichen Untersuchungen entgegen, die
zeigen, dass die zeitliche Belastung bei Männern höher ist, das Frauen nicht
weniger verdienen, wenn Faktoren wie Alter und Beruf berücksichtigt werden
und das Frauen in Partnerschaften nicht nur häufiger gewalttätig werden,
sondern das diese Gewalt auch in der Mehrzahl der Fälle von Frauen initiiert
wird. Doch dies sind nur einige Beispiele aus dem reichhaltigen Material.
Obwohl die Autoren manchmal genauso pauschal von "dem Feminismus"
sprechen, wie dieser von "den Männern", und obwohl sie entschieden
einen Feminismus der Prägung Alice Schwarzer's entgegentreten, stimmen sie
einen versöhnlichen Ton an. Sie lehnen einen Kampf der Geschlechter
gegeneinander ab und befürworten eine Veränderung der Erwartungen durch ein
faires Miteinander. Das ganze Buch ist sehr gut lesbar geschrieben. Der Text
wird durch ein fortlaufendes Fallbeispiel illustriert und durch eingeschobene
Kästen mit Untersuchungen, Politikerkommentaren u.ä. ergänzt. Ich kann
diesem Buch nur eine große Verbreitung wünschen.
Paul-Hermann Gruner (2000):
Frauen
und Kinder zuerst. - Denkblockade Feminismus. Rowohlt Taschenbuch
Verlag; 7,50 Euro.
Mit seiner Streitschrift "Frauen und
Kinder zuerst" hat der Politikwissenschaftler, Autor, Redakteur und
bildender Künstler Paul-Hermann Gruner (Jahrgang 1959) den ersten Schritt zur
"Befreiung der Männer von der Frauenherrschaft" gewagt. Nach seiner
Einschätzung glauben viele Männer immer noch , dass diese Gesellschaft zu
ihren Gunsten funktioniert, dass die Welt im Patriarchat steckt. Doch Männer
kommen in dieser patriarchalischen Welt denkbar schlecht weg. Die Frauen seien
die stillen Nutznießer dieses Systems geworden. Es seien immer nur die
weiblichen Probleme, die in Zeitschriften diskutiert werden und über die sich
die Wissenschaftler die Köpfe zerbrechen. Dabei seien Männer die
eigentlichen Opfer: Sie sterben sieben Jahre früher als die Frauen. Zu
verdanken hätten die Frauen diese höhere Lebenserwartung allerdings nur dem
von Männern vorangetriebenen Fortschritt.
Ebenfalls ein Zeichen für die Opferrolle des
Mannes in der Gesellschaft seien die nahezu durchwegs männlichen Obdachlosen,
die in den Straßen der Städte leben. Und warum durften eigentlich in der
Hochzeit des Patriarchats, beim Untergang der Titanic, kaum Männer überleben?
Die Frauenbewegung vor 30 Jahren habe diese Rollen noch vertieft.
"Versager sind männlich, Opfer sind weiblich" schreibt Gruner
provokativ. So könne sich die Frau als potentielles Opfer vor Verantwortung
drücken und ihr käme eine ständige Sonderbehandlung zu. "Frauen und
Kinder zuerst" ist eine Streitschrift, mit "einigen bösen
Anmerkungen zu einigen bösen Schnitzern, die sich die Frauenbewegung
erlaubt."
Männergruppen
Thomas Ullrich (Hrsg.)
(2000): Männer-Einblicke. Klemm & Oelschläger-Verlag.
Der Herausgeber ist Diplom Sozialarbeiter und seit Jahren in der Männerarbeit tätig. Das Buch erscheint am 25.11.2000 anlässlich des 5. Ulmer
Männertages.
Ihre Erfahrungen mit sich selbst, die Begegnung mit sich selbst steht dabei im Mittelpunkt. Hier geben Männer Einblicke in ihr Denken und Fühlen. Die Motivation diesen Prozess öffentlich zu machen, spiegelt ein neues Selbstbewusstsein und eine neue Offenheit im Umgang mit den eigenen Stärken und Schwächen wieder. Dies soll anregen, und zu kritischen Auseinandersetzung mit sich selbst und anderen Männern einladen. Nicht jammernd und klagend, nicht in kumpelhafter Schulterklopferei und „nadaswirdschonwieder“ Solidarität, sondern in ehrlicher und respektvoller Konfrontation. Dieses Buch will aber nicht nur Männer ansprechen, sondern auch Frauen. Nicht selten stehen und standen Frauen hinter der Entscheidung mancher Männer, sich der Auseinandersetzung mit dem Mannsein zu stellen. Die Autoren sind Männer wie du und ich. Männer ohne besondere Vorzeichen und Merkmale. Männer aus Wirtschaft und Technik, aus der Verwaltung und von der Werkbank. Männer von 30 bis 60.
Männer in den
Wechseljahren
Jed Diamond (1999): Der
Feuerzeichen-Mann. - Wenn Männer in die Wechseljahre kommen. C.H. Beck,
München 343 S. DM 19,90
Was sich hinter einem Feuerzeichenmann
verbirgt, drückt der amerikanische Orginaltitel "Male Menopause" nicht erst
in der Unterzeile aus. Diamond hat mit diesem Buch erstmals auf einem
populärwissenschaftlichen Niveau die bisher verschwiegene Lebensphase von
Männern zwischen dem 40ten und 55ten Lebensjahr angesprochen, die im
Deutschen auch als "Zweiter Frühling" bezeichnet wird. Da diese Zeit mit
vergleichbaren Hormonveränderungen einhergeht, so Jed Diamond, verändert
sich die Selbstwahrnehmung und das Denken der Männer in ähnlicher Weise wie
in der Pubertät.
Mit ihm nimmt sich "einer der führenden Köpfe in der amerikanischen
Männerbewegung" eines Themas an, das in unserer jugendlichen Gesellschaft
bisher kaum Beachtung findet. Dank seiner fleißigen Recherche kommt auch
eine beachtliche Anzahl Beweise zusammen, die seine Theorie der männlichen
Wechseljahre belegen.
Nach einer Analyse der Situation unsere immer strukturloseren Welt,
beschreibt er, an was es fehlt und gerade uns Männern mangelt. "Wir Männer
haben es ziemlich weit kommen lassen“, so die Sicht des Autors. Wir sind
nicht nur für den schlechten Zustand der Gesellschaft verantwortlich, der
sich in Drogenproblemen, Gewalt gegenüber Frauen, Gewalttätigkeit unter
Jugendlichen, Gewalt unter Männern etc. zeigt, nein, wir sind auch "einer
der Hauptgründe (für die) globale Umweltkrise" (S. 73).
Das heißt nicht: Alle Männer sind dafür verantwortlich. Sondern nur die, die
nie ihre Menopause angenommen haben, immer noch das gesellschaftlich
vorgegebenen Männerbild des ewig jugendlichen, gut aussehenden und potenten
"Monsterjungen" verfolgen. Also die Männer, die nie zu einer "gesunden
Männlichkeit" heranwachsen und die dringlich benötigte Vaterrolle, um nicht
zu sagen Großvaterrolle, annehmen wollen. Eine Aufteilung in Gut und Böse
gelingt sehr einfach, wenn man, wie J. Diamond es tut, alle historischen und
politischen Zusammenhänge ausgeklammert. Welchen Anteil Frauen an diesem
Zustand auf Erden haben, wird nur angeschnitten - aber das Buch ist in
erster Linie ja auch ein Appell an die Männer, sich zu verändern.
Helfende Begleitung bei dieser Veränderung können dem Mann nur andere Männer
bieten, wie J. Diamond in seiner Männergruppe erfahren hat. Wie in der
Pubertät benötigt er eine Vaterfigur, denn nur mit einen positiven Vorbild
kann 'Mann" die kritische Lebensphase durchstehen. Da der leibliche Vater in
diesem Mannesalter meist verstorben ist, kann der "Menopausen‑Mann“ nur
Unterstützung bei anderen Männern finden. Danach aber wird sich vieles zum
Guten verändern, denn "ein Mann der die Menopause erfolgreich hinter sich
gebracht hat, fühlt sich stolz, stark und liebevoll. Er kann mit einer
starken Frau zusammen sein, ohne sie klein zu halten.... kann ihr ein
gleichberechtigter Partner werden' (S. 68). Daß darauf vorher keiner
gekommen ist, verwundert mich schon etwas wenn es so einfach ist.
Bei der Antwort auf die Fragen "Was wollen Männer/Frauen wirklich?" (S.
172ff) werden alte Stereotypen wiederholt, die sich auf die reine
Fortpflanzungsfunktion beider Geschlechter reduziert. Dies ist für einen
Autor mit einem männerbewegten Hintergrund ein Armutszeugnis. Wenigstens
hier sollte ein Schwarz-Weiß-Denken überwunden werden, da das Mannsein sich
nicht auf die Anzahl der gezeugten Kinder reduzieren lässt. Die
"ganzheitliche" Sicht auf den Mann allerdings hält der Autor bei der
Schilderung der Probleme in einer verfälschenden Art und Weise durch. Dieses
Vermischen von wissenschaftlichen Erkenntnissen mit esoterischen Ansichten,
von dokumentierten wissenschaftlichen Aussagen mit eigenen, ganz subjektiven
Erfahrungen, dient nicht seinem Anliegen, die Männer über diese Lebensphase
mit all ihren Veränderungen aufzuklären.
Ich wünschte mir, J. Diamond hätte sich beschränkt. Sich auf eine Aufklärung
des nicht beachteten Lebensabschnittes der Männer konzentriert und nicht ein
weiteres ganzheitliches, gesellschaftliches Manifest in diese Welt gestellt.
Manchmal ist weniger mehr.
Ob es nun die "Wechseljahre des Mannes" gibt: Dies zu beurteilen und zu
erfahren bleibt jedem Leser, jeder Leserin überlassen. Auf jeden Fall lohnt
es sich das Buch zu lesen, da wir sehr viel über unseren unbekannten Körper
und seine Funktionsweise erfahren. Weil wir Männer uns erst für unseren
alternden Körper interessieren, wenn dieser nicht mehr funktioniert und/oder
schmerzt, ist es für uns ein wichtiges Buch.
Verletzlichkeit
bei Frauen
Wardetzki,
Bärbel (2000): Weiblicher Narzißmus. - Der Hunger nach
Anerkennung. Kösel, München
Klappentext:
Viele Frauen besitzen kein stabiles Selbstwertgefühl. Nach außen zeigen sie
eine intakte, selbstbewusste Fassade, hinter der sie sich jedoch verletzt,
unsicher und minderwertig fühlen. Selbstwertschwache Frauen versuchen
deshalb, durch besonders gute Leistungen, Perfektionismus und Attraktivität
einem Idealbild von sich zu entsprechen. Bei einer Kränkung, Zurückweisung
oder Kritik werden sie schnell unsicher und fühlen sich ungeliebt. Damit
gehen Schwierigkeiten in Beziehungen einher, die sich zwischen den extremen
Ängsten bewegen: der Angst, verlassen zu werden, und der Angst, vollkommen
vereinnahmt zu werden. Die Autorin zeigt in ihrem Buch, wie alte, ungelöste
Konflikte einem erfüllten Leben im Wege stehen können, und zeigt
Möglichkeiten der Überwindung auf.
Unterhalt bei Gewalt, Gewaltschutzgesetz
Hoppenz, Rainer (2008, 2009): Der
reformierte Unterhalt. Verlag: C.F. Müller.
S. 332-333
- Beschränkung
oder Wegfall der Verpflichtung insbesondere. ... ständig grobe Beleidigungen und
Bedrohungen, falsche Anschuldigungen und Schädigung des Verpflichteten in seiner
beruflichen und wirtschaftlichen Stellung bewusst falsche Strafanzeige.
- Unterhalt beschränkt sich, kann auch
zeitlich begrenzt werden. Ein völliger Wegfall des Unterhalts kommt in Betracht,
wenn das Fehlverhalten des Unterhaltsbedürftigen so schwerwiegend ist.
Kogel, Walter (2007): Strategien beim Zugewinnausgleich, Verlag C.H. Beck
München.
Bernd Heintschel-Heinegg (2006): Materielles Scheidungsrecht. Luchterhand.
Kury, H. &
Obergfell-Fuchs, J. (2005) (Hrsg.): Gewalt in der Familie. - Für
und Wider den Platzverweis. Lambertus, Buchbesprechung.
Rupp, Marina (2005): Rechtstatsächliche Untersuchung zum Gewaltschutzgesetz.
Bundesanzeiger Verlag.
Susanne Baer & Birgit Schweikert (2002): Das neue Gewaltschutzrecht. Nomos.