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Ursachen von Gewalt 

H. Wilde

 

Dass Gewalt von Männern und Vätern ausgeht, ist seit bald 30 Jahren Gegenstand zahlreicher Publikationen. Nun rückt seit einiger Zeit – hervorgerufen durch eine generell
vermehrte Aufmerksamkeit aufgrund von Erfahrungsberichten von Männern zu eigenen Gewalt- und Missbrauchserlebnissen – die auch von Frauen und Müttern zu verantwortende Gewalt ins Blickfeld.

 

Erschienen in:

 

Wilde, Helmut (2002): Liebe und Gewalt. - Wenn Frauen zu Täterinnen werden. Switchboard - Zeitschrift für Männer- und Jungenarbeit, Nr. 154, Oktober / November, ISSN: 1 433 3341. 

 

Weiterlesen: download des Artikels

 

 

Ursachen von Gewalt

Fiebert et al.

 

Eine psychologische Studie von Martin S. Fiebert & Denise M. Gonzalez, Department of Psychology, California State University at Long Beach, wendete sich an junge und gut ausgebildete Frauen. In dieser Studie wurden sie nach den Gründen für ihre Gewalttätigkeit befragt:

 

Diese Items wurden den Tabellen 1 + 2 entnommen (vgl. Homepage).

 

1. My partner wasn't sensitive to my needs. 

 

Mein Partner war nicht feinfühlig gegenüber meinen Bedürfnissen.

 

2. I wished to gain my partner's attention.

 

Ich wünschte die Aufmerksamkeit meines Partners zu erreichen.

 

3. My partner was not listening to me.

 

Mein Partner hörte mir nicht zu.

 

4. My partner was being verbally abusive to me.

 

Mein Partner war verbal beleidigend zu mir.

 

5. I did not believe my actions would hurt my partner.

 

Ich glaubte nicht, dass meine Handlungen meinen Partner verletzen würden.

 

6. I believe that men can readily protect themselves so I don't worry

    when I become physically  aggressive.

 

Ich glaube, das Männer sich ohne weiteres selbst schützen können, so war ich nicht beunruhigt darüber, als ich körperlich gewalttätig wurde.

 

Fiebert, Martin S. & Gonzalez, Denise M. (1997): Why Women Assault. - College Women Who Initiate Assaults on their Male Partners and the Reasons Offered for Such Behavior. Psychological Reports, 80, P. 583-590.

 

 

Ursachen von Gewalt

J. Gemünden

 Auswahl

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Eine hohe Abhängigkeit der Akteure von der Beziehung.

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Die geringere Macht des Angegriffenen im Vergleich zum Angreifer. (hier: die emotionale Abhängigkeit des Mannes von der Frau)

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Die emotional - intime Qualität einer Beziehung.

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Die soziale Isoliertheit der Akteure, also die nicht funktionierende informelle Sozialkontrolle.

 

(weitere Ursachen im Modell von J. Gemünden: download)

 

Gemünden, Jürgen (1996): Gewalt gegen Männer in heterosexuellen Intimpartnerschaften. Tectum-Verlag, Marburg. - Dissertation, Universität Mainz.

 

 

Ursachen von Gewalt

Dutton, Donald & Nicholls, Tonia

 

Abstract

Feminist theory of intimate violence is critically reviewed in the light of data from numerous incidence studies reporting levels of violence by female perpetrators higher than those reported for males, particularly in younger age samples. A critical analysis of the methodology of these studies is made with particular reference to the Conflict Tactics Scale developed and utilised by Straus and his colleagues. Results show that the gender disparity in injuries from domestic violence is less than originally portrayed by feminist theory. Studies are also reviewed indicating high levels of unilateral intimate violence by females to both males and females. Males appear to report their own victimization less than females do and to not view female violence against them as a crime. Hence, they differentially under-report being victimized by partners on crime victim surveys. It is concluded that feminist theory is contradicted by these findings and that the call for "qualitative" studies by feminists is really a means of avoiding this conclusion. A case is made for a paradigm having developed amongst family violence activists and researchers that precludes the notion of female violence, trivializes injuries to males and maintains a monolithic view of a complex social problem.

 

Donald G. Dutton & Tonia L. Nicholls (2005): The gender paradigm in domestic violence research and theory: Part 1—The conflict of theory and data. Aggression and Violent Behavior 10, 680–714.

Weiterlesen: download

 
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Stand: 23. Februar 2010

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